Ludwigshafen

Rheingönheim Sanierungspläne im Ortsbeirat vorgestellt

Stadt hofft auf Bundesmittel für Sportanlage

Archivartikel

Ludwigshafen.Die aktuellen Planungen für die Sanierung der Bezirkssportanlage Rheingönheim wurden in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats vorgestellt. Dabei gab es Kritik aus dem Gremium, dass ein so wichtiges Thema für den Stadtteil erst auf Antrag der SPD auf die Tagesordnung gekommen sei. „Wieso werden solche Vorhaben nicht im Vorfeld mit dem Ortsbeirat besprochen?“, lautete die Kritik. „Das war ein besonderes Jahr, und wir haben im Hardcore-Takt durchgeplant, um den Bewerbungsschluss für die Förderung der Maßnahme durch den Bund einzuhalten“, erläuterte Gabriele Bindert, Bereichsleiterin Grünflächen und Friedhöfe. Die Frist laufe noch bis 30. Oktober.

Kosten von 2,3 Millionen Euro

Das Investitionsvolumen für die Sanierung liege bei 2,3 Millionen Euro – und die Bezirkssportanlage könne in diesem Umfang nur saniert werden, wenn die Stadt den Zuschuss in Höhe von 90 Prozent bekommt. „Der Stadtrat hat im September zugestimmt. Wir bringen jetzt die Unterlagen auf den Weg, um sie einzureichen“, so Thomas Gerling, Bereichsleiter Sport. Würde die Stadt auf eine Förderung durch das Land setzen, wäre der Eigenanteil zu hoch, dann müsste die Stadt in Abstimmung mit der ADD einen Stufenplan erstellen. „Aber wir sind guter Dinge wegen der hohen Nutzungszahlen und der Entwicklung des Stadtteils.“

Im Vorfeld der Planungen sei mit dem FC Arminia 03 Ludwigshafen und der Schule gesprochen worden. Die 500 Mitglieder der Arminia sowie die Nutzer der Anlage aus anderen Vereinen sowie der Mozartschule können sich – wenn alles nach Plan läuft – auf eine moderne Anlage freuen. Der große Rasenplatz, der Tennenplatz und die 400-Meter-Laufbahn müssen weichen. Dafür entstehen zwei Kunstrasenplätze und eine 100-Meter-Laufbahn mit Weitsprunggrube.

Die Plätze verfügen über eine Beregnungsanlage mit Wasserauffangbecken und Drainage, eine neue LED-Beleuchtungsanlage soll sie ins rechte Licht setzen. Auf einer großen begrünten Freifläche können während Trainingscamps die Zelte der Teilnehmer aufgebaut werden, sie bietet Platz für Feste, Sport und Spiel. Denkbar wäre, hier irgendwann ein Volleyballfeld oder eine Boulebahn zu bauen, so Gerling.

Wieder einmal stand auch die Zukunft der Mozartschule auf der Tagesordnung – ein Thema, bei dem die Emotionen angesichts des in die Jahre gekommenen Gebäudes und der Raumnot immer wieder hochkochen. „Ein Provisorium mit Raummodulen, wie es jetzt geplant ist, wird eine Dauerlösung“, orakelte Thomas Schell (FDP). Der Ortsbeirat einigte sich darauf, die Verwaltung nochmals zu beauftragen, Vorschläge zur Erweiterung zu machen.

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