Ludwigshafen

Sicherheit Hauptausschuss stimmt für Vorschlag der Grünen / Verschiedene Modelle zur Auswahl

Stadt prüft Nachttaxi für Frauen

Ludwigshafen.Mannheim hat es vorgemacht, jetzt zieht Ludwigshafen möglicherweise nach: Die Verwaltung der Chemiestadt prüft in den kommenden Wochen die Einrichtung eines Nachttaxi-Angebots für Frauen. Einen entsprechenden Antrag der Grünen hat der Hauptausschuss einstimmig durchgewunken. Das Angebot soll das Sicherheitsgefühl von Frauen und Mädchen in Ludwigshafen erheblich verbessern. Der Mannheimer Gemeinderat hatte die Einführung des Frauen-Nachttaxis im März beschlossen.

„Das sollten wir zum Anlass nehmen, um zu schauen, ob das auch hier möglich ist“, begründete Hans-Uwe Daumann (Grüne) den Antrag. „Das Thema ist ja nicht neu. Es steht außer Frage, dass Frauen einer besonderen Bedrohung ausgesetzt sind. Daraus ergeben sich Bedürfnisse.“ Die Verwaltung solle insbesondere prüfen, ob das Mannheimer Modell übernommen werden könne. „Das ist unkompliziert und hat uns überzeugt“, so Daumann. In Mannheim kann das Angebot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr von Frauen und Mädchen ab 14 Jahren genutzt werden. In dieser Zeit können sie Taxis zu einem um sieben Euro vergünstigten Preis nutzen. „Die Übernahme des Modells würde die Möglichkeit bieten, auch Fahrten zwischen den Städten ins Angebot aufzunehmen“, betonte Daumann.

„Die Verwaltung steht der Einrichtung eines solchen Angebots positiv gegenüber“, erklärte Stadtchefin Jutta Steinruck (SPD). Frauen seien besonders nachts gefährdet für Übergriffe. „Wir hatten schon Kontakt mit Mannheim und Heidelberg und auch zur Ludwigshafener Taxizentrale.“ Nun würden verschiedene Konzepte angeschaut und Bedarfe überprüft. Dann sollen dem Stadtrat Ideen vorgelegt werden.

Heike Scharfenberger (SPD) sprach von einem „sinnvollen“ Vorschlag und auch Marion Schneid (CDU) sagt, dass das Sicherheitsgefühl von Frauen damit verbessert werden könne. Thomas Schell (FDP) und Andreas Kühner (LKR) unterstützten den Prüfantrag ebenfalls. Kühner merkte aber an, dass es sich um eine Sozialleistung handele und geprüft werden müsse, wer davon profitiert. „Wir müssen hinschauen, wer das wirklich braucht.“