Ludwigshafen

Beirat für Behinderte 400 Einrichtungen werden aufgelistet

Stadtplan bis Herbst erwartet

Archivartikel

Ludwigshafen.Voraussichtlich im Herbst wird der Stadtplan für Menschen mit Beeinträchtigungen fertig sein, erklärte Joachim Hillmus vom Bereich Stadtvermessung und Stadterneuerung gestern dem Beirat für Menschen mit Behinderung. Dieser soll insgesamt 160 Seiten umfassen. Mehr als 400 Einrichtungen werden aufgelistet, darunter Beratungsstellen, Arztpraxen und Seniorentreffs.

Die 49 geplanten Stadtteilkarten sollen nach Möglichkeit auf Doppelseiten angeordnet sein. Dazu soll es Erläuterungen zu den Einrichtungen, einen Suchindex und eine Legende geben, in welcher die Piktogramme erklärt werden. Zudem sind weitere Erklärungen beispielsweise zum seniorenfreundlichen Service oder zur Ausstattung der WC vorgesehen. Auch der „Grad der Barrierefreiheit“ der Einrichtungen solle kenntlich gemacht werden, führte Hillmus aus. Es sei eine Kostenanfrage an eine Druckerei mit einer Auflagestaffelung von 1000 bis 10 000 Exemplaren verschickt worden. Eine weitere Kostenanfrage sei an einen Lupenhersteller gegangen – es werde überlegt, ob dem Plan Papierlupen beigelegt werden. „Einiges ist noch zu tun, bis wir das Ganze umgesetzt haben“, merkte Hillmus an. Sozialdezernentin Beate Steeg dankte allen Beteiligten für die Arbeit an dem gemeinsamen Projekt.

Neue Beratungsstelle

Ira Wenz und Patrizia Herzberger stellten die Fachstelle „Ergänzende unabhängige Teilhaberberatung“ (EUTB) in Alzey, Worms und Ludwigshafen vor. Diese wird seit Januar 2018 aus Bundesmitteln gefördert. Die Beratungsstelle unterstütze alle Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen sowie deren Angehörige kostenlos in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe, erläuterte Wenz. In Ludwigshafen befindet sich die Beratungsstelle in der Jaegerstraße 5 und ist montags und donnerstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Der stellvertretende Beiratsvorsitzende Holger Scharff präsentierte das „Wünschewagen“-Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Seit Anfang 2018 versuche das Projekt, „Menschen in ihrer letzten Lebensphase wirklich kostenlos zu helfen, mit einem Wunsch, den sich jemand noch erfüllen möchte“ – zum Beispiel an die Nordsee zu fahren oder zu einem Fußballspiel. Insgesamt gebe es in den Bundesländern zwölf „Wünschewagen“ – komfortabel ausgestattet und mit Panoramafenstern versehen.

Der Behindertenbeauftragte Hans-Joachim Weinmann (74), dessen Amtszeit bis zum 26. Mai geht, erklärte, dass er diese Funktion gerne noch einmal fünf Jahre ausüben würde. Er dankte für die offene und absolut kollegiale Zusammenarbeit mit dem Beirat. mav