Ludwigshafen

Justiz Prozess gegen 49-Jährige fortgesetzt

Stich ging Streit voraus

Ludwigshafen.Am Landgericht Frankenthal wurde die Beweisaufnahme im Verfahren gegen eine 49-jährige Frau aus Ludwigshafen fortgesetzt, die bei einem Streit ihren Lebensgefährten erstochen haben soll. Im Prozess wegen Totschlags wurden die Hausbewohner vernommen, die ihr Verhältnis zur Angeklagten und ihre Beobachtungen in der Tatnacht schilderten. Das Haus soll sehr hellhörig sein, daher ging es in den Vernehmungen auch um die akustischen Wahrnehmungen. Die waren wichtig, da sich die Angeklagte eigener Aussage zufolge nach einem Filmriss wegen Drogen- und Alkoholkonsums nicht mehr an alle Einzelheiten der Tatnacht erinnern kann. Die Angaben der Bewohner brachten aber nur wenig neue Erkenntnisse.

Eifersuchtsszene bei Party

Daneben ging es um die Geburtstagsfeier des Lebensgefährten, bei der sich der Streit entzündete: Bis etwa 23 Uhr sei im Haus gefeiert worden, ehe die Gesellschaft in eine Disco aufbrach. Die Partygäste waren als Zeugen geladen und schilderten den Verlauf des Abends sowie die Hintergründe der Auseinandersetzung des Paars: Da die Angeklagte mit anderen Gästen tanzte, machte ihr Partner ihr eine Eifersuchtsszene, in dessen Verlauf sie ihn ohrfeigte. Die Situation habe sich jedoch wieder normalisiert. Der Wirt erinnerte sich, dass die beiden beim Schließen der Disco nach 5 Uhr händchenhaltend gingen. Sie kamen aber getrennt zu Hause an, und als der Mann nach Hause kam, eskalierte der Streit. Am 24. Oktober wird das Verfahren fortgesetzt. 

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