Ludwigshafen

Filmprojekt Duale Hochschule und Offener Kanal Ludwigshafen stellen Dokumentation „Datenhandel – Du bist das Produkt“ vor

Studenten führen eigenständig Regie

Archivartikel

Ludwigshafen.Klappe, die erste: „Und das ist Klaro. Klaro ist 21 Jahre alt und arbeitet als Bürokauffrau. Sie liebt es, 24 Stunden am Tag vernetzt zu sein“ – so beginnt die Dokumentation „Datenhandel – Du bist das Produkt“. Fünf Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim haben wochenlang gefilmt und geschnitten. Dabei herausgekommen ist ein 20-minütiger Streifen zum Thema Datenschutz.

„Zum Zeitpunkt des Projektes war der Datenhandel in den Medien sehr präsent. Wir haben uns dann überlegt, wie wir diesen Skandal am besten im Film rüberbringen“, erklärt Student Konstantin Nickel. „Außerdem war es uns wichtig, dass sich der Zuschauer in den dargestellten Situationen wiederfindet“, ergänzt Kommilitonin Bianca Brendel.

Die Dokumentation begegnet dem Publikum auf Augenhöhe. „Wir wollten nicht belehrend wirken“, hebt Brendel schmunzelnd hervor. Der Film ist in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Ludwigshafen (OKTV) entstanden – der Beitrag wird in den kommenden Wochen auch dort ausgestrahlt.

„Es ist wirklich ein tolles Produkt entstanden, das mir sowohl inhaltlich als auch von der Gestaltung sehr gut gefällt“, lobt OKTV-Leiter Wolfgang Ressmann die Arbeit seiner Schützlinge. Der Offene Kanal half der Gruppe bei der Filmgestaltung und stellte auch die notwendige Ausrüstung zur Verfügung. „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe“, verraten die fünf Filmproduzenten lachend – zusammengefunden haben sich Konstantin Nickel, Bianca Brendel, Karoline Knack-Zeribi, Tom Lennard Göstenkors und Till Schmelz mehr oder weniger unfreiwillig: „Wir haben vorher noch nie zusammen gearbeitet. Jeder von uns hat sich dieser Gruppe zugeteilt, weil noch Teilnehmer gefehlt haben. Aber das hat super mit uns funktioniert“, verdeutlicht Brendel, und ihre Team-Kollegen nicken ihr mit einem breiten Grinsen zu.

Bestnote Eins

Nach Eingrenzung des Themas arbeiteten die Studenten an dem Filmkonzept – der Geschichte, die sie erzählen wollen. Orientiert haben sie sich dabei an dem Nachrichtenkonzept der „ProSieben“-Sendung „Galileo“. Gefilmt wurde überwiegend in Mannheim. Vor eine Herausforderung stellte die Studenten vor allem die Nachbearbeitung: „Den roten Faden beim Schneiden zu behalten und die Ideen so umzusetzen wie geplant oder eben auch zu verwerfen, war gar nicht so leicht“, fasst Nickel zusammen. Vorlesungen zu Animation und Filmschnitt gab es – „aber am Ende haben wir da selbst noch viel dazugelernt“, erklären die Studenten. Neben dem OKTV half auch Jens Schneider von „Radio Regenbogen“, der die Moderatorstimme für die Dokumentation einsprach.

Neben der Bestnote Eins auf dem Zeugnis bleibt am Ende des Projektes für die Studenten die Erfahrung mit dem Thema Datenschutz selbst.