Ludwigshafen

Blies Ferienprogramm der Stadtranderholung endet mit Fest für Kinder und Eltern

Tanz, Gesang und Zirkus

Archivartikel

Ludwigshafen.Ein lautes „Ja!“ und dann ein noch lauteres „Ja!“ – die Antwort der Kinder auf die Fragen „Hat es euch gefallen?“ und „Wollt ihr nächstes Jahr wiederkommen?“ von Sabine Heiligenthal waren eindeutig. Die Leiterin des Bereichs Jugendförderung der Stadt stand am Freitag, dem letzten Tag der Stadtranderholung, mit Iris von Kirschbaum, Leiterin der Konzernkommunikation des Hauptsponsors Technischen Werke Ludwigshafen (TWL), sowie der Organisatorin Christiane Ritscher auf der Bühne. Dort machten die Kinder Programm und zeigten ihren Eltern, was sie in den 14 Tagen gelernt hatten: Tanz, Gesang, Zirkusakrobatik und vieles mehr.

Zum vierten Mal dabei war Max Sternberger (10), sein Bruder Tim (9) zum zweiten Mal. Beiden hat vor allem der Bauhof gut gefallen, dort haben sie ein Modell des Schiffs „Titanic“ und ein Flugzeug gebastelt. All dies landete im Spielzimmer, wo es ein extra Regal gibt. Kritik an der Veranstaltung haben sie nicht – so geht es auch Zoe Trupp, die zum ersten Mal mitmachte und viel Zeit beim Pressekurs verbrachte: „Wir haben Artikel geschrieben und Interviews gemacht“, erzählt die Siebenjährige.

Viel Müll vermieden

Ritscher betonte, dass der Aufbau samt Zelten, Wasser- und Stromanschlüssen sowie Toilettencontainer viel Arbeit gemacht habe. In diesem Jahr stand die Freizeit unter dem Motto „STRE4future“. Umweltschutz war unter anderem bei Hip-Hop, einem Tanz und beim Basteln Thema, wo viel gebrauchtes Material benutzt wurde: Etwa Pappe für den Kulissenbau und einseitig bedrucktes Papier zum Malen.

Die Sozialarbeiterin erläuterte, dass in diesem Jahr die Versorgung mit Nahrungsmitteln ressourcenschonender als in den Vorjahren war: So wurden 10 000 Getränkepäckchen eingespart, stattdessen hat jedes Kind eine Flasche zum Wiederbefüllen erhalten. Ferner sind statt einzeln verpacktem Joghurt wiederverwertbare Schalen genutzt worden – macht 5000 Plastikbehälter weniger. Ritscher möchte die Stadtranderholung im nächsten Jahr noch ökologischer machen.

In zwei mal zwei Wochen waren je 350 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auf dem Gelände an der Großen Blies. Besonders lobte Ritscher das Engagement der 70 ehrenamtlichen Helfer. Darunter war Sandra Strube (20), sie half bereits zum fünften Mal: „Ich war sehr traurig, als ich als Kind zum letzten Mal dabei sein durfte, und wollte wieder mitmachen“, sagte die angehende Erzieherin. Justin Nufer (16) möchte auch eine Erzieherausbildung beginnen: „Ich wollte vorher lernen, wie ich besser mit Kindern umgehen kann. Etwa, wann man konsequent sein oder eingreifen muss.“ RoS

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