Ludwigshafen

Eberthalle Bei der Sprungbrett-Messe informieren 150 Firmen und Hochschulen

Tipps für Berufseinsteiger

Archivartikel

Ludwigshafen.„Ich bin für ein Lebensmittelchemiestudium an der TU Kaiserslautern eingeschrieben. Um mir ein Bild von meinem Wunschberuf zu machen, habe ich mit Leuten gesprochen, die den Job ausüben, und war auf einigen Berufsmessen“, erzählt Justus Landeck: Auf der Sprungbrett-Messe informierte er sich gezielt über Masterprogramme an Hochschulen. Rund 150 Firmen und öffentliche Einrichtungen stellen sich bis zum heutigen Samstag auf der gestern eröffneten Messe in der Ebert-Halle vor.

„Einige Gespräche, bei denen man sich unverbindlich kennenlernt, führen letztlich zur Einstellung. Von der Messe erhalten wir einen starken Bewerberrücklauf“, erzählt der Personaler Christoph Neßling. In Workshops und Vorträgen werden Bewerbertrainings angeboten und Wege aufgezeigt, wie man zum Traumjob kommt.

Glaubwürdigkeit wichtig

„Bei der Entscheidung, welcher Beruf zu den eigenen Talenten und zur Persönlichkeit passt, sollten sich die jungen Leute auf sich selbst verlassen und nicht so sehr auf andere“, sagt Sabine Meier von der GFN AG: „Viele Online-Tests werden in den Schulen oder bei den Arbeitsagenturen angeboten. Die dabei zehn vorgeschlagenen Berufe sollten nur eine grobe Orientierung vorgeben.“

„Für uns ist wesentlich, dass die jungen Leute interessiert wirken. Das Interesse muss begründet sein“, sagt Neßling. Das Wichtigste sei, dass sich Bewerber glaubwürdig und authentisch geben, erklärt Michael Klein. Mit einem geschulten Blick erkennen Personalmanager an der Mimik und Körpersprache, ob jemand versucht, ihnen etwas vorzumachen. „Beim Bewerbungsgespräch wird vor allem auf Persönlichkeitsmerkmale geachtet. Sie sagen viel darüber aus, welche Umgangsformen man an den Tag legt und wie der Arbeitsstil und die Kommunikation mit Kollegen sein wird“, sagt Klein: „Genauso wichtig ist es, dass die Bewerber sich wohlfühlen. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst gehört dazu, um sich auf die richtigen Stellen zu bewerben.“

Die 13-jährige Sindy kennt ihren Wunschberuf aus den Erzählungen ihres Vaters. Der Polizist war oft bei der Diensthundestaffel eingesetzt. „Die Ermittlungsarbeit bei der Kriminalpolizei interessiert mich“, sagt sie. Die gleichaltrige Irena kann sich die Präventionsarbeit vorstellen, um alte Leute und Kinder davor zu schützen, Opfer einer Straftat zu werden. „Es ist nicht so wie Fernsehen“, erklärt Olga Hallstein: „Wir fragen die Bewerber, was sie am Beruf fasziniert. Manche haben ein falsches Bild. Die Bewerber erfahren auch von den weniger schönen Seiten – der körperlichen und psychischen Belastung im Dienst.“ jug