Ludwigshafen

Städtische Immobiliengesellschaft Kosten der Sanierung steigen durch zusätzlichen Brandschutz und Altlasten auf 12,4 Millionen Euro

Umzug in neue GAG-Zentrale beginnt Ende August

Ludwigshafen.Gravierende Mängel beim Brandschutz, Altlasten wie Asbest und generell schlechte Bausubstanz – dies waren nach Angaben von Vorstand Wolfgang van Vliet die Hauptgründe dafür, warum die GAG-Hauptverwaltung in der Wittelsbachstraße viel umfangreicher saniert wurde als zunächst gedacht. Folge: Die Kosten steigen auf 12,4 Millionen Euro. Zudem verzögerte sich das Gesamtprojekt um gut ein halbes Jahr.

Die ersten Mitarbeiter der städtischen Immobiliengesellschaft ziehen ab Montag, 27. August, in das grundlegend erneuerte Gebäude ein. Eigentlich sollte der Umzug bereits 2017 erfolgen. Zunächst war geplant, nur ein neues Servicezentrum im Erdgeschoss an der Mundenheimer Straße (Räume der ehemaligen „Hackerbräu-Stuben“) einzurichten und kleinere Erweiterungen vorzunehmen.

„Bei genauer Untersuchung zeigte sich aber erheblicher Verbesserungsbedarf bei Statik und Brandschutz“, sagt van Vliet. Deshalb entschloss sich das Unternehmen, den bis zu 85 Jahre alten Gebäudekomplex komplett zu sanieren.

Die GAG modernisierte alle Büro und Sanitärräume, tauschte Heizung, Elektro- und Klimatechnik aus. Ferner baute sie ein zweites Treppenhaus ein – auch weil die Länge der Fluchtwege beanstandet wurden. Durch die Aufstockung des Gebäudes um eine Etage und die Erweiterung um zwei angrenzende Wohnungen vergrößerte sich die Bürofläche um 1000 auf 5500 Quadratmeter.

Seit zweieinhalb Jahren arbeiten 160 Beschäftigte in Ausweichquartieren. In der letzten August-Woche ziehen die ersten Mitarbeiter in die Zentrale zurück – dies betrifft die Fachbereiche Wohnungswirtschaft, Immobilien, WEG-Verwaltung und Vermietung. Die restlichen Fachbereiche und die Geschäftsführung sollen Ende Oktober folgen. ott