Ludwigshafen

Friesenheim Infoveranstaltung zu 1250-Jahr-Feier stößt auf bescheidene Resonanz / Umzug und Ausstellungen geplant

Verein soll Jubiläum vorbereiten

Ludwigshafen.Nach der Auflösung der Arbeitsgemeinschaft der Friesenheimer Vereine (Arge) soll ein Jubiläumsverein deren Aufgaben weitgehend übernehmen – so zumindest die Idee von Ortsvorsteher Günther Henkel (SPD). Als letzter Arge-Chef hat er zuletzt auf seinem Neujahrsempfang für sein Projekt geworben. Der neue Verein soll hauptsächlich das Jubiläum 1250 Jahre Friesenheim im nächsten Jahr vorbereiten, aber auch bei der Eulenkerwe und beim geplanten Lichterfest als Ersatz fürs Sternstraßenfest mitmischen.

Gegründet werden soll der Verein eigentlich noch im Februar. Eine erste Infoveranstaltung im Gemeindesaal der Pauluskirche verheißt allerdings nichts Gutes: Nur wenige Interessierte kamen, und die haben alle beruflich und ehrenamtlich genug zu tun. Henkel berichtete, dass die Stadt bei Jubiläen üblicherweise ein „Grundprogramm“ mit rund 9000 bis 10 000 Euro bezuschusse. Davon könnten etwa ein Umzug, Ausstellungen und Empfänge finanziert werden. Für den Herbst ist ein offizieller Festakt geplant. Sogar die Unterbringung und Betreuung von Gästen aus der ungarischen Partnerstadt würde die Stadt übernehmen. Alles darüber hinaus könne nur vor Ort organisiert werden.

Die „Friesenheimer Woche“ mit Stadtteilführungen, Vorträgen und Musik sei dafür ein Probelauf gewesen, so Henkel. Fest einplanen würde Henkel auch eine Festschrift. Die solle eine große und kostenlose Werbeplattform für Vereine und Institutionen werden. Von 51 gemeldeten Vereinen scheinen nur noch wenige zu funktionieren. Neue Leute für Vorstandsposten zu finden, werde immer schwieriger. Ob das für den Jubiläumsverein gelingt, ist fraglich: „Es wäre leichter gewesen, die alte Arge neu zu beleben, als Leute für eine Neugründung zu finden“, meint Thorsten Ralle (CDU). 

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