Ludwigshafen

Feuerwehr Großeinsatz nach ausströmendem Gas

Verpuffung in Metzgerei

Ludwigshafen.Das Tagesessen Bratwurst mit Rotkraut und Kartoffelpüree hätte es am Dienstag ab 11.30 Uhr in einer Metzgerei in der Hohenzollernstraße geben sollen. Doch bei der Zubereitung im Küchenbereich passierte gegen 10.45 Uhr ein folgenreicher Vorfall: Aus einer Gasflasche strömte nach Angaben der Feuerwehr plötzlich Gas aus. Geistesgegenwärtig rannten sofort alle neun Mitarbeiter aus dem Laden und brachten sich in Sicherheit.

Dann gab es einen lauten Knall, das ausströmende Gas hatte sich entzündet, eine Stichflamme schoss durch die Küche und über den Hof und drückte dort die Scheiben aus den Fensterrahmen. Dank der geöffneten Tür im Verkaufsbereich gab es dort keine Glasschäden und dank der schnellen Reaktion der Mitarbeiter offenbar auch keine Personenschäden. Zumindest keine gravierenden, denn einige Mitarbeiter erlitten einen gehörigen Schock und wurden erst mal ärztlich betreut.

Aus allen drei Wachen ausgerückt

Die Ludwigshafener Feuerwehr rückte aus allen drei Wachen mit insgesamt neun Fahrzeugen und 32 Mann aus: Einsatzleiter Jochen Grädler sprach von einer „Sonderausrückung, das ist der Plan bei einem Gasalarm“. Die Verpuffung war glücklicherweise nicht so stark wie zunächst befürchtet und hat trotz hoher Temperaturen und Stichflamme auch keinen Brand verursacht. „Löschen mussten wir nicht“, sagte Grädler, „wir sind rein, haben die Gasflasche zugedreht und ins Freie gebracht.“ Danach wurde das Gebäude wegen der Gaskonzentration belüftet.

Eine Nachbarin brachte Jacken und Pullover für die betroffene Metzgerei-Familie. In einer benachbarten Bäckerei bekam sie Kaffee und konnte sich setzen, während draußen die Feuerwehr bis gegen 12.35 Uhr im Einsatz war. 

Zum Thema