Ludwigshafen

„DasHaus“ Jutta Steinruck empfängt Gäste zu Feier

Vier Jubiläen mit Partnerstädten

Archivartikel

Ludwigshafen.Gleich mit vier Städten feiert Ludwigshafen in diesem Jahr Partnerschafts-Jubiläum: Pasadena 70, Lorient 55, Dessau-Roßlau 30 und Antwerpen 20 Jahre. Aus diesem Anlass reisten aus allen Städten Gäste mitsamt den jeweiligen Oberbürgermeistern an. Ludwigshafens OB Jutta Steinruck (SPD) empfing sie zum Auftakt des mehrtägigen Jubiläums im Kulturzentrum „dasHaus“.

Die Partnerschaft mit Dessau-Roßlau kam noch zu DDR-Zeiten zustande. „Es handelt sich um eine sogenannte Flüsterpartnerschaft. Die Friedenskirche in Ludwigshafen hatte heimliche Beziehungen zu einer Kirchengemeinde in Dessau, lange bevor die Städtepartnerschaft schließlich von Erich Honecker und Helmut Kohl offiziell besiegelt wurde“, erklärte Ralf Schüler, zuständig für die Partnerschaften in Dessau-Roßlau. Schon vor der Feier war die Stimmung gut, dafür sorgten die Tanzgruppe aus Lorient mit ihren bretonischen Trachten, die Feuerwehrleute von Pasadena und Lorient und die verschiedenen Sprachen, die zu hören waren.

„Ich freue mich, heute Alt-Oberbürgermeister Werner Ludwig begrüßen zu dürfen“, so Jutta Steinruck. Der 91-Jährige hatte im Jahre 1963, damals als Sozialdezernent, die „Jumelage“ mit Lorient begründet. Steinruck hielt ihre Rede gleich in drei Sprachen. „Jede Partnerstadt hat ihre Geschichte, doch es gibt eine Gemeinsamkeit: Sie verbindet Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Und man stellt fest, dass es gar nicht so viele Unterschiede gibt. Das Verbindende ist stärker als das Trennende. Eine Partnerschaft ist lebendig, wenn sie nicht nur formell besteht“, sagte sie. „Ludwigshafen hat ein lebendiges Netzwerk von Freundschaften. Das Jubiläum soll Ansporn sein, so motiviert wie bisher weiter zu machen.“

Terry Tornek, Bürgermeister von Pasadena in Kalifornien, lag eines besonders am Herzen: „In der heutigen Zeit, in der es viele politische Spannungen gibt, ist es wichtig, dass wir uns an humanitäre Werte erinnern.“ Auch Norbert Métairie, Bürgermeister von Lorient, ergriff das Wort: „1963 war der Beweggrund für die Partnerschaft die Versöhnung zwischen beiden Ländern. Daran sieht man, wie wichtig dieser Aspekt war.“ Als Zeichen der Freundschaft sollten am folgenden Tag fünf Obstbäume gepflanzt werden, laut Steinruck „direkt am Rhein, bei der Schneckennudelbrücke“ – ein Wort, das sich nicht übersetzten ließ.