Ludwigshafen

Kultur 27 Aufführungen beim Kinder- und Jugendfestival „Theater International“ in Ludwigshafen und Worms

Von Barmherzigkeit und Umweltschutz

Archivartikel

Ludwigshafen.Das Festival „Theater International“ bietet vom Sonntag, 15. September, bis zum Sonntag, 29. September, 27 Theateraufführungen in Ludwigshafen und Worms für Kinder und Jugendliche. Neben Klassikern wie „Der kleine Eisbär“, „Oh, wie schön ist Panama“ und „Räuber Hotzenplotz“ thematisieren neuere Stücke die Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie Angst und Vorurteile. „Der pädagogische Aspekt steht stets im Vordergrund. Die Stücke sollen bei den Besuchern viel bewegen“, sagt Dietrich Skibelski, Leiter des Kulturbereichs.

Im Kulturzentrum „dasHaus“ (Bahnhofstraße 30) sowie in den Stadtteilbibliotheken Edigheim, Gartenstadt, Oggersheim und Maudach sind 18 Aufführungen vorgesehen. „In den Stadtteilbibliotheken gibt es zwar etwas weniger Besucher, dafür haben sie aber einen atmosphärischen Vorteil“, so Skibelski.

Erstmals wurde der Termin des Festivals von November auf September vorverlegt. Anders als in den vergangenen Jahren sind die Aufführungen vormittags statt nachmittags. „Damit passen wird uns an den gewohnten Tagesablauf der Schüler an“, erläutert Sandra Zöllner, Assistentin der Wormser Theaterleitung.

„Das Stück „Nächster sein“, das nur in Ludwigshafen zu sehen ist, verlegt ein biblisches Thema in die Neuzeit. Eine Theatergruppe inszeniert darin die Erzählung des barmherzigen Samariters in einer Kombination aus Schauspiel, Figuren- und Schattenspiel.

Das Kölner Künstler-Theater präsentiert das Programm „Heribert Schnelle und seine Forelle“ ebenfalls nur in Ludwigshafen. Die Geschichte eines Mannes, der gemächlich plant, eine Frau zum Essen einzuladen und dabei sein Herz an eine Forelle verliert, wird mit Handpuppen und Humor erzählt.

„Das Thema Umweltschutz wird mittlerweile häufiger in den Jugendtheatern aufgegriffen“, sagt der Kurator des Festivals, Bernd Walter. Das Figurentheater Wok Wok Wok zeigt, womit Tiere in verschmutzten Lebensräumen zu kämpfen haben. Das Ensemble Hille Pupille macht auf Artenschutz, Überdüngung der Felder, Einsatz von Pestiziden und die Verunreinigung des Wassers durch Plastikmüll aufmerksam.

Nur in Worms wird das Stück „Crazy Pigs“ gezeigt. Der böse Wolf, auf den drei Schweine während ihres Abenteuers treffen, entpuppt sich als weniger bedrohlich als die Borstentiere zunächst vermuteten. „Die Schweine sind zum Brüllen“, findet Oliver Mang, Leiter des Theaters und des Kulturzentrums Worms. Die Aufführung zielt auf die Bekämpfung von Vorurteilen und Angst ab.

Das Clowntheater Zopp & Co. zeigt mit „God Save the Queen“ ein zweisprachiges Stück für Besucher mit englischen Grundkenntnissen. Schulen können zur Vorstellung vorbereitendes Material beim Wormser Theater anfordern.

Eintrittskarten kosten meist vier Euro und können beim Ludwigshafener Kulturbüro vorbestellt werden. Die Tageskasse öffnet immer eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn.

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