Ludwigshafen

Politik CDU und SPD prüfen Alternativen zur großen Koalition

„Wähler wollen Änderung“

Archivartikel

Ludwigshafen.Für eine Wiederauflage der großen Koalition gibt es für den CDU-Kreischef Torbjörn Kartes „keinen Automatismus“, nachdem beide Parteien doch noch eine knappe Mehrheit von einem Sitz im Stadtrat haben. Mit dem Spitzenkandidaten Peter Uebel, der sich am Mittwoch zur Wiederwahl als Fraktionschef stellt, führe er Gespräche über Mehrheitsverhältnisse.

„Die Wähler wollen, dass sich in Ludwigshafen etwas ändert. Wir prüfen, ob wir Teil dieser Veränderung sein können“, so Kartes. Die Union spreche mit allen Fraktionen, mit denen sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. „Wir wollen gestalten, aber nicht um jeden Preis“, lautet die Marschroute. Zugleich will die Union eine offene Diskussion über die Gründe für das schlechte Abschneiden bei den Kommunalwahlen führen, das weit hinter den Erwartungen lag.

Auch für SPD-Chef David Guthier, der ebenfalls am Mittwoch zum Fraktionschef als Nachfolger von Heike Scharfenberger gewählt werden soll, ist alles offen. „ Wir reden mit allen demokratischen Parteien. Das braucht aber Zeit.“

Nach seinen Angaben muss es „nicht unbedingt eine starre Koalition“ sein. Entscheidend sei eine klare Linie bei den großen Infrastrukturprojekten der Stadt wie etwa zu den Hochstraßen. ott

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