Ludwigshafen

Bildung Dreitägiges Schultheatercamp-Festival beginnt am 30. Januar im Kulturzentrum „dasHaus“ / Acht Gruppen zeigen ihre Stücke

„Was die Jugendlichen bewegt“

Ludwigshafen.Mit neuer konzeptioneller Ausrichtung und neuem Namen tritt die ehemalige Ludwigshafener Schultheaterwoche ins Rampenlicht: Unter dem Titel Schultheatercamp ist das Format als Projekt der „Jungen Szene Ludwigshafen“ wieder in das Kulturzentrum „dasHaus“ übersiedelt – und wird dort mit einem dreitägigen Festival von Mittwoch bis Freitag, 30. Januar bis 1. Februar, seinen ersten Abschluss und Höhepunkt präsentieren. Dabei zeigen acht Schülergruppen, die seit vergangenen August von Theaterschaffenden der freien Ludwigshafener Kinder- und Jugendtheater begleitet worden waren, einen vielfältigen Einblick in ihre Arbeiten: Von Aesop-Fabeln bis zum Mobbing reicht die thematische Bandbreite der Aufführungen, zu sehen sind Eigenproduktion und Textbearbeitungen klassischer Stücke ebenso wie Werkschauen und fertige Inszenierungen.

Ein solches Festival habe „den großen Vorzug, dass man an drei Tagen komprimiert einen guten Überblick kriegt – über die Themen, über die Geschichten, über die Texte, die die junge Generation bewegen“, erläutert die Projektverantwortliche Monika Schill. Es habe 15 Bewerbungen gegeben, von denen nach einer Sichtung acht Gruppen zum Schultheatercamp eingeladen wurden, rekapituliert Dietrich Skibelski, Leiter des Bereichs Kultur. Die teilnehmenden insgesamt 130 Schüler im Alter von zehn bis etwa 20 Jahren kommen von Geschwister-Scholl- und Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium, Erich Kästner- und Gräfenau-Grundschule, Schloss-Schule Oggersheim, Anna-Freud-Schule, Integrierter Gesamtschule Gartenstadt und aus der Jugendfreizeitstätte Ruchheim. Sie werden von 15 Lehrkräften begleitet.

Verbindungen zur freien Szene

Die „Junge Szene Ludwigshafen“ ist eine Partnerschaft der freien Kinder- und Jugendtheater NANOtheater und AdRem Jugendtheater mit dem Kulturbüro der Stadt. Ziel der Neuausrichtung der einstigen Schultheaterwoche zu einem „prozessorientierten Format über mehrere Monate“ sei unter anderem, dass das Projekt „kein isoliertes Format nur für Schulen und für Organisatoren ist“, sondern dass gleichzeitig Querverbindungen zur freien Szene hergestellt würden, führt Kulturbüro-Leiter Fabian Burstein aus.

Skibelski eröffnet das Festival am Mittwoch um 10 Uhr. Im Anschluss präsentieren die „Junge Szene“-Ensembles Ausschnitte aus ihrem Repertoire: das AdRem Theater aus „Hinter dem Spiegel oder Chaos im Wunderland“ und das NANOtheater aus „Warten auf Godot im Nanoformat“, bevor die Oberstufen-Theatergruppe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums um 18 Uhr mit „Schweigen und Wahnsinn“ die erste Schüler-Aufführung zeigt. Neben den acht Schüler-Vorstellungen gibt es weitere Workshops für die jungen Schauspieler, Nachgespräche zu den Inszenierungen, verschiedene Freizeitangebote und eine Party.

Der Eintritt zu allen Vorstellungen ist frei, Besucher werden um Reservierungen geben – per E-Mail an monika.schill@ludwigshafen.de oder telefonisch unter 0621/504-29 43. Das Programm findet sich im Internet unter kulturbuero-lu.de. Skibelski dankte auch der BKK Pfalz, die als einer der Sponsoren das Camp mit einem Ausstattungsgeld in Höhe von 500 Euro für jede beteiligte Gruppe unterstützt.