Ludwigshafen

Polizeipräsidium Frank Heinen folgt Martin Kuntze

Wechsel an Spitze des Führungsstabs

Archivartikel

Ludwigshafen.Frank Heinen ist neuer Leiter des Führungsstabs im Polizeipräsidium Rheinpfalz. Er tritt die Nachfolge von Martin Kuntze an, der die Funktion seit Mitte 2017 innehatte und nun ins rheinland-pfälzische Innenministerium wechselt. Zuletzt hatte Christine Berens den Führungsstab interimsmäßig geleitet. Zur offiziellen Amtsübergabe am Donnerstag kamen zahlreiche Kollegen und Weggefährten der beiden hochrangigen Beamten ins Präsidium in der Wittelsbachstraße.

Heinen sprach von einem „motivierten und leistungsstarken Team“, dem er als Leiter des Führungsstabs seit Monatsanfang vorsteht. Als Chef von 130 Polizeibeamten verantwortet der 44-Jährige fortan die Koordination und Organisation aller polizeilichen Abläufe im Alltagsleben. Dass er die neuen Vorgesetzten, insbesondere Polizeipräsident Thomas Ebling, gut kennt, dürfte den Einstieg erleichtern.

Strategische Vorbereitung

„Alle relevanten strategischen Themen werden im Führungsstab vorbereitet“, erklärt der gebürtige Kurpfälzer, der seit zwei Jahren stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Worms war und dem von seinem rheinhessischen Wohnort zumindest das Brücken-Chaos im Bereich Ludwigshafen erspart bleibt. In vertrauter Umgebung möchte Heinen die Belange der Kollegen im Blick behalten und einen vertrauensvollen Umgang pflegen. Dass er dies gut kann und zudem als echter Teamplayer gilt, hob Ebling hervor. Dass der erklärte „Wunschkandidat“ mit den vier Direktionsleitern ebenso starke Persönlichkeiten an seiner Seite vorfinden werde, ergänzte Personalrat Udo Linden. Ihm ist Heinen im Laufe der Karriere immer wieder begegnet.

In seiner Funktion als Leiter des Führungsstabs wird Heinen zugleich Vertreter der Leitung der Abteilung Polizeieinsatz sein, wie bereits Amtsvorgänger Martin Kuntze. Mit dem bisherigen Stabsleiter verliere man eine „unaufgeregte, menschliche und pragmatische“ Führungskraft, würdigte Ebling den 45-jährigen Kuntze, der seit Januar als Einsatzreferent im Innenministerium tätig ist.

Lob aus Mannheim

Der Polizeidirektor habe sich im Hause als „sehr guter Improvisator“ einen Namen gemacht. Schon seine früheren Kollegen hätten ihn mit einer Warnweste für den „weltbesten Polizeiführer“ bedacht. In Ludwigshafen erhielt Kuntze ein waschechtes Unikat zum Geschenk, in Form eines Fabelwesens: Die Elwetritsch ist Wappentier des Hauses.

Der Verabschiedete erinnerte an diverse Aufgaben, die er mit seinem Team in den zurückliegenden drei Jahren bewältigen konnte, darunter Projekte zur Kriminalitätsbekämpfung, Verkehrsüberwachung sowie ein neues Personalverteilungsmodell. Zwei Wochen, nachdem er das Amt angetreten hatte, fiel zudem der Staatsakt für Altbundeskanzler Helmut Kohl in seine Zuständigkeit. 2018 vertrat Kuntze den erkrankten Polizeipräsidenten. Mehrmals war er im Ausland tätig und half beispielsweise beim Aufbau einer bürgerorientierten Polizei in Kroatien. Eine Herausforderung für alle Beteiligten seien die Geschehnisse in Kandel gewesen.

Mit Andreas Stenger gab es Besuch von der anderen Rheinseite. Der Mannheimer Polizeipräsident betonte die ausgesprochen gute Zusammenarbeit der Schwesterstädte in Sicherheitsfragen und bezeichnete Cyberkriminalität, Betrugsstraftaten und Rechtsextremismus als drängende Anliegen.

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