Ludwigshafen

Wirtschaftsbetrieb Wie weit ist der Masterplan von 2016 heute?

Weniger Wildwuchs, mehr Sicherheit

Ludwigshafen.Vor drei Jahren waren sich die Fraktionen darüber einig, dass bei den Grünflächen in Ludwigshafen großer Verbesserungsbedarf besteht. Ende 2016 wurde ein Masterplan beschlossen, bei dem das jährliche Budget in den vier Folgejahren um jeweils 500 000 Euro erhöht wurde. Damit stehen 2020 rund zehn Millionen Euro pro Jahr für Grünflächen zur Verfügung – Bäume nicht eingerechnet. Bei der Sitzung des Werksausschusses Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) wurde ein Bericht darüber vorgestellt, wie weit der Masterplan umgesetzt wurde.

Im Jahr 2017 lag der Schwerpunkt auf der Beseitigung von Gefahrenstellen an Wegen, Reinigung und Reparatur von Spiel- und Hartplätzen und Rückschnitt an Straßenrändern. Im vergangenen Jahr wurde die Reinigung der Flächen intensiviert und Verzeichnisse für Fremdleistungen angelegt, da viele Aufgaben an externe Firmen abgegeben wurden.

„Die WBL hat sich entschlossen, Aufgaben zu delegieren, um sich selbst intensiver um gärtnerische Arbeiten kümmern zu können. Ziel ist es, bei allen Grünflächen ein möglichst gleiches Niveau zu erreichen“, sagte Umweltdezernent Klaus Dillinger (CDU). Besonderes Augenmerk wurde den Pilotflächen gewidmet, wie dem Bahnhofsvorplatz, bei dem die Fugen des Pflasters vom Wildwuchs befreit wurden, oder der Friedenspark, bei dem das Grün zurückgeschnitten wurde, um Wege überschaubarer zu machen.

In diesem Jahr stehen „Feinjustierungen“ auf dem Programm. Die Frequenz der Leerung der Mülleimer soll sich um 40 Prozent steigern, die Pflege der gepflasterten Flächen soll verstärkt werden. Zur Verkehrssicherheit werden die Schnittmaßnahmen an den Gebüschen verstärkt. Im Ausschuss stieß der Bericht auf Zustimmung, da die Mitglieder bereits bei einem Blick auf die Grünflächen die Resultate bemerkt haben. Hinzu kommt, dass der Plan bisher in der vorgesehenen Zeit umgesetzt wurde.

Digitale Friedhofsverwaltung

Einen neuen Plan gibt es auch für die Friedhofsflächen. Für diese gibt es eine „Entwicklungsplanung“. Auch darüber wurde ein Sachstandsbericht abgegeben, der neue Beisetzungsarten wie Baumbestattung oder Memoriam-Grabanlagen miteinbezieht. Die Friedhofsflächen sollen neu vermessen und in Zukunft digital verwaltet werden.

Der Flächenbedarf soll anhand von Grundlagedaten, statistischen Daten und Prognosen genau ermittelt und bei eventuellen Veränderungen angepasst werden. Die Aufgabe wird an ein externes Planungsbüro vergeben. Die digitale Erfassung soll zeitnah umgesetzt werden und die Entwicklungsplanung 2020 abgeschlossen sein.