Ludwigshafen

Kultur Jubiläumskonzert der Big Band am Max-Planck-Gymnasium zum 25-jährigen Bestehen

Wie Herr Ballweber mal nicht bei „Flashdance“ landete

Archivartikel

Ludwigshafen.Friday Afternoon – die Big Band des Max-Planck-Gymnasiums hat sich einfach nach dem Wochentag benannt, an dem die Proben stattfinden. Eben am Freitagnachmittag. Seit 25 Jahren gibt es sie nun schon. Und einmal im Jahr lädt sie zu ihrem großen Konzert in die Aula. Die Band besteht aus Schülern aller Klassenstufen und repräsentiert die Schule auf verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel auf der Abifeier oder dem Tag der offenen Tür. Um den Stücken aus Jazz, Soul, Rock und Pop den letzten Schliff zu verleihen, wird am Wochenende vorher immer intensiv geprobt. „Wir waren gerade auf der Burg in Oberschlettenbach auf einem Proben-Aufenthalt“, sagte Kapellmeister Stephan Kirsch in einem Tonfall, der verriet, dass es viel Spaß, aber auch viel Arbeit gab. Nachdem die Big Band und die Vorband (unter Leitung von Dirk Bimberg) es mit „Smoke on the Water“ von Deep Purple ordentlich hatten krachen lassen, verließen die Mitglieder der Vorband die Bühne, und die Ehemaligen wurden willkommen geheißen. Deren Herz hängt trotz des bereits bestandenen Abiturs noch an der Big Band – und das hört man.

Ehemalige gehören zur Familie

Der Titel „We Are Family“ von Sister Sledge, ein Song aus der Disco-Ära, war insofern bewusst gewählt. Hier übernahm Michael Hilprecht die Orchesterleitung. Danach ging es weiter mit zwei Jazz-Stücken. „Freddie Hubbard war ein Trompeter, der viele Platten bei dem bekannten Jazz-Label Blue Notes veröffentlichte“, so Stephan Kirsch. In den 70er Jahren kam es zur Fusion zwischen Jazz und Rock. Aus dieser Zeit stammt Hubbards „Red Clay“, das von der Big Band großartig interpretiert wurde – mit genialem Saxofon-Sound und Schlagzeugsolo am Schluss. Das Max-Planck-Gymnasium ist nun mal nicht nur naturwissenschaftlich ausgerichtet, sondern hat auch musikalisch einiges drauf.

Den nächsten Jazz-Klassiker, dieses Mal aus dem Jahr 1959, gab es mit „Nostalgia In Times Square“ von Charles Mingus, der Elemente von Cool Jazz und Hard Bop enthält. Auch hier glänzte die Big Band. Danach gab es etwas Einfacheres aus den 80er Jahren für die Ohren – „Maniac“ aus dem Film „Flashdance“. Hierzu übergab Kirsch die Leitung an Armin Ballweber mit den Worten: „Herr Ballweber hat damals sogar für Flashdance vorgetanzt, es hat nicht geklappt.“

Dafür klappte es mit der Leitung der Big Band umso besser. Mit „I Heard It Through the Grapevine“ von Marvin Gaye kam Soul ins Programm. Außerdem gab es noch einmal ein tolles Saxofon-Solo für die Jazz-Freunde im Publikum. Und eines durfte auf gar keinen Fall fehlen, der Big-Band-Klassiker schlechthin – „In the Mood“ von Glenn Miller aus dem Jahr 1939.

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