Ludwigshafen

Bürgerversammlung Stadt informiert zu Lückenschluss Im Zinkig

Wohnbebauung soll 2020 beginnen

Archivartikel

Ludwigshafen.Derzeit klafft auf einem gut 300 Meter langen Abschnitt der Straße Im Zinkig zwischen Oppau und Edigheim noch eine Häuserlücke. Diese soll nach Einschätzung des Stadtbauplaners Hanno Babelotzky ab 2020 mit Wohnhäusern geschlossen werden. Das Bauderzernat will bei der Planung die Bürgerinteressen mitnehmen, wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) jetzt bei einer Anwohnerversammlung mitteilte. „Der Flächennutzungsplan sieht den Streifen schon als neues Wohngebiet vor und das Projekt ist im Stadtrat besprochen“, sagte Baudezernent Klaus Dillinger (CDU). Die Stadt plane die Grundstücksgrößen und die Art der Bebauung in Absprache mit einem privaten Unternehmen.

Weil nur ein Teil der Grundstücke innerhalb des geplanten Wohngebiets der Stadt gehört, wird dessen Größe letztlich davon abhängen, ob private Grundstücksbesitzer zum Verkauf bereit sind. Die Verhandlungen mit den Ackereigentümern hat die Stadt an die Baufirma übertragen. „Ein Teil der geplanten Fläche könnte erstes Bebauungsgebiet werden. Später kann man es auf einen größeren Bereich ausweiten, sofern die Privateigentümer bereit sind, mitzugehen“, sagte Dillinger. Geplant sind deshalb zunächst 38 Einfamilienhäuser für rund 130 Bewohner. Die Grundstücke sollen zwischen 250 und 500 Quadratmeter groß werden. Wenn die Besitzer der Flächen zustimmen würden, kämen weitere 18 Häuser dazu.

Einem Gutachten der Bahn zufolge sei auch nach Bauabschluss kein weiterer Schallschutz zu den hinter dem Baugebiet liegenden Gleisen nötig. „Die Lärmmessungen ergaben, dass dem Schallschutz genüge getan ist“, antwortete Babelotzky auf Fragen aus dem Bürgerplenum. Als Ausgleich für die Versiegelung von Ackerfläche sollen neue Grünflächen angelegt werden.

Neue Fuß- und Radwege geplant

Viele Wortmeldungen bezogen sich auf die zu erwartenden Mehrkosten, die den Bürgern mit dem Wohnungsbau entstehen könnten. „Einen Teil der Kosten werden wir wahrscheinlich über wiederkehrende Beiträge abdecken. Weil wir in Fünf-Jahres-Programmen planen, kann ich im Moment keine genauen Angaben darüber machen, wie hoch die Mehrkosten genau sein werden. Wenn sie sich erhöhen, dann nur um einen sehr geringen Betrag“, erklärte Dillinger.

Große Sorge äußerten Anwohner auch über die Situation für Radfahrer Im Zinkig, die besonders Schüler betrifft. „Wir werden neue Fußwege und Radwege in Richtung Innenstadt planen“, teilte Stadtplaner Babelotzky mit.