Ludwigshafen

Soziales Kinderschutzbund behängt ab Mittwoch Weihnachtsbäume im Rathaus-Center / Bürger können Geschenke machen

Wunschzettelaktion auch im Corona-Jahr

Archivartikel

Ludwigshafen.Wie das Weihnachtsfest in diesem Jahr aussehen wird, das weiß derzeit noch niemand so genau. Bestand hat aber auf jeden Fall die Wunschzettelaktion des Kinderschutzbundes Ludwigshafen. Auch 2020 sammelt die Organisation Wünsche von Jungen und Mädchen aus bedürftigen Familien ein und hängt diese im Rathaus-Center an Tannenbäume. Bürger können dann einen Zettel abnehmen und den jeweiligen Wunsch darauf erfüllen. Die Aktion wird in diesem Jahr zum 15. Mal angeboten.

Marion Schneid, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Ludwigshafen, geht davon aus, dass Corona einen Einfluss auf die Spendenbereitschaft der Menschen haben wird. „Je nach persönlicher Situation hat man womöglich selbst weniger Geld zur Verfügung, um Geschenke zu besorgen. Außerdem ist in der Stadt generell viel weniger los, die Bürger gehen nicht mehr so gerne einkaufen“, sagt sie im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Zurückhaltung sei bereits im Vorfeld der Aktion aufgefallen. „Normalerweise fragen die Menschen schon Wochen vorher, wann wir die Zettel aufhängen. Das war dieses Jahr weniger“, so Schneid.

Gleichwohl habe sich der Kinderschutzbund nach langen Überlegungen entschieden, das Projekt durchzuführen. „Der Bedarf ist definitiv da. In Ludwigshafen gibt es viele Familien, die sich keine großen Weihnachtsgeschenke leisten können“, sagt Schneid.

Laut Kinderschutzbund ist die Bandbreite der Wünsche groß. „Der Wunsch nach Kleidung, nach Dingen für den täglichen Bedarf oder einfach nur nach gutem Essen geht uns allen besonders ans Herz“, heißt es in einer Mitteilung. Rund 400 Wunschzettel sollen in diesem Jahr aufgehängt werden. Los geht es am Mittwoch, 18. November, ab 13 Uhr im Bühnenbereich des Rathaus-Centers. Am 21. und 28. November sowie am 5. Dezember, 10 bis 18 Uhr, ist der Stand gegenüber der Bühne besetzt, um Geschenke anzunehmen. Der Kinderschutzbund verteilt sie später in den Einrichtungen.

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