Ludwigshafen

Soziales 175 Menschen im Jahr 2019 untergebracht / Volkshochschule will verstärkt junge Teilnehmer ansprechen

Zahl der Asylbewerber sinkt weiter

Ludwigshafen.„Die Zuweisungszahlen für Asylsuchende sind nach wie vor rückläufig“, berichtete Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD) dem Sozialausschuss. Nachdem es 2015 in der Stadt einen Höchststand von 1409 zugewiesenen Geflüchteten gegeben hatte, ist die Zahl kontinuierlich auf 272 im Jahr 2018 und 175 im vergangenen Jahr gesunken.

„Es ist auch ein Erfolg unserer Stadtgesellschaft und unserer Struktur, dass wir das gut bewältigen können, bei allen Schwierigkeiten, die man natürlich immer noch hat“, merkte Peter Uebel (CDU) an. Auf Steegs Anregung verständigte sich das Gremium mehrheitlich darauf, nicht mehr in jeder Sitzung, sondern nur einmal jährlich einen ausführlichen Asylbericht zu erhalten und ansonsten nach Bedarf.

„Die Volkshochschule hat ein vielfältiges Programm im Angebot für alle Zielgruppen und jedes Alter“, erläuterte deren Leiterin Stefanie Indefrey – und zwar in den Fachbereichen Arbeit, Beruf und EDV, Sprachen, Gesundes Leben, Kultur und Gestalten sowie Mensch-Gesellschaft-Politik und Schulabschlüsse-Grundbildung.

Projekt zur Lernförderung

Die Volkshochschule habe sich unter anderem auch den Ausbau der Angebote für junge Menschen („Junge VHS“) auf die Fahnen geschrieben, führte sie bei ihrem Bericht für das Gremium aus. So sei etwa bei den Schulabschluss-Kursen der Hauptschulabschluss seit vergangenem Jahr „AZAV-zertifiziert“, wodurch ihn nun auch Jugendliche mit Bildungsgutscheinen über das Jobcenter besuchen könnten.

Mit einer Spende der Globus-Stiftung konnte das Projekt „Sieben Schritte zum Job“ gestartet worden, das sich an junge Menschen zwischen Schule und Ausbildung richtet. Außerdem gebe es seit Mai bei der Volkshochschule eine Projektstelle im Bereich der Lernförderung an Schulen.

Die Teilnehmerzahlen der Kurse seien etwas zurückgegangen, erklärte Indefrey – zuletzt von 9864 im Jahr 2018 auf 9086 im vergangenen Jahr. „Der Auftrag einer Volkshochschule richtet sich eigentlich an Erwachsene“, merkte Steeg auf Nachfragen von Rebecca Wild (CDU) und Holger Scharff (SPD) zur möglichen Erschließung neuer Teilnehmer- und Zielgruppen an. Der Ansatz der „Jungen VHS“ sei gleichwohl, „dass wir gemerkt haben, wir müssen auch Menschen jüngeren Alters frühzeitig an eine Volkshochschule binden, damit sie uns auch bis zum Alter gewogen bleiben“. Sie betonte, dass die VHS ein sehr modernes Weiterbildungszentrum sei.

„Wir haben festgestellt, dass das anscheinend noch nicht so angekommen ist“, beantwortete die Sozialdezernentin eine SPD-Anfrage zur am 1. Januar in Kraft getretenen Wohngeldreform, wodurch die Empfänger höhere Leistungen erhalten sollen. Die Fraktion hatte sich erkundigt, ob bereits eine größere Anzahl an Anträgen bei der Verwaltung spürbar sei. Steeg nutzte die Gelegenheit, um dafür zu werben, von den Möglichkeiten der Reform Gebrauch zu machen. 

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