Ludwigshafen

Oppau BASF stellt Pläne für neue Lkw-Abfertigung vor

Zunahme des Verkehrs befürchtet

Ludwigshafen.Im Ortsbeirat Oppau stellte die BASF die Pläne für die neue logistische Abfertigung an der Kläranlage und die dazu gehörende Nordroute vor, die komplett werksintern verlaufen wird. „65 Prozent des Umsatzes werden mit Kunden im Umkreis von 400 Kilometern erwirtschaftet, daher ist man abhängig von Lkw. Wir verlagern vieles von Lkw auf die Schiene oder das Binnenschiff, doch viele Standorte sind nur mit dem Laster erreichbar“ , begründete Logistik-Chef Ralf Busche das Projekt.

Die Nordroute, die 2024 fertig sein soll, ist eine Verbindung zwischen dem Werk und der Abfertigung an der Kläranlage, die östlich des Gewerbegebiets Nachtweide liegt. Die zwei Kilometer lange Straße ist ausgelegt für 1200 Lkw pro Tag in jede Richtung. Externe Straßen wie die B 9 oder die L 523 sollen laut BASF entlastet werden. Eine schalltechnische Untersuchung liege vor. Danach würden die Zielwerte unterschritten.

Obwohl die Straße betriebsintern verläuft, befürchtet die Verkehrsinitiative Ludwigshafen durch die generelle Zunahme des Lkw-Verkehrs eine höhere Lärm- und Feinstaubbelastung und durch die Baustellen mehr Staus auf den Straßen. Zusätzlich hatten die Freien Wähler einen Antrag auf Offenlegung der Pläne gestellt, da man eine Zunahme des Verkehrs und einen Eingriff in Landschaftsschutzgebiete befürchtete.

Ein weiteres Thema der Sitzung, das ebenfalls unliebsame Baustellen mit sich bringt, betrifft den Bahnverkehr. Es handelt sich um die sogenannte Studernheimer Kurve, die eine direkte Verbindung zwischen dem Kombiterminal und Frankenthal darstellt. Zurzeit müssen die Züge in Oggersheim wenden, wenn sie Richtung Frankenthal fahren. Durch die Studernheimer Kurve, eine eingleisige Verbindungskurve mit Ein- und Ausfädelungsbereichen, soll dies in Zukunft ohne Richtungswechsel erfolgen können. Engpässe im Bereich Mannheim und Ludwigshafen sollen damit behoben, die Rheinbrücke entlastet werden.

Die Ausschreibung für das Projekt wird im ersten Halbjahr 2021 stattfinden. Das Projekt erntete ebenfalls Kritik aus dem Ortsbeirat, da es eine Steigerung des Güterverkehrs und somit des Bahnlärms bedeutet. Schon jetzt gebe es wegen Zügen allgemein Beschwerden vonseiten der Bürger. kge

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