Ludwigshafen

Tag des offenen Denkmals Schillerhaus und früheres Hallenbad Nord beteiligen sich

Zwei Bunker öffnen Türen

Archivartikel

Ludwigshafen.Zwei frühere Bunker im Hemshof und im Stadtteil West werden am Sonntag, 9. September, ebenso für Besucher geöffnet wie das ehemalige Hallenbad Nord. Am Tag des offenen Denkmals beteiligen sich auch das Schillerhaus in Oggersheim sowie vier Kirchen in der Innenstadt, im Hemshof und in Ruchheim. Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger gibt um 11 Uhr im Karl-Otto-Braun-Museum im Rathaus Oppau (Edigheimer Straße) den offiziellen Startschuss für den Aktionstag. Danach stellt der Förderverein des Museums ortsprägende Gebäude vor. Peter Bilhöfer erläutert die Denkmäler.

Das frühere Hallenbad Nord öffnet beide Gebäudeteile. Während das ehemalige Schwimmbecken heute als Wasservorratsspeicher genutzt wird, dienen Eingangshalle, Umkleide und Atrium künftig Existenzgründern als innovative Büros. Führungen in der 1956 errichteten Stahlbetonkonstruktion mit transparenter Schwimmhalle werden nach Bedarf angeboten.

Klanginstallation mit Bildern

Auch der KulTurm in der Rollesstraße kann besichtigt werden. Hier können die Besucher mehr über den 1942 errichteten Luftschutzbunker und über den 1953 erbauten Trinkwasser-Hochbehälter erfahren. Zudem ist der Bunker in der Valentin-Bauer-Straße von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Dort zeigt die Künstlerin Karin Maria Zimmer eine Klang- und Videoinstallation mit Bildern über die Zerstörung der Stadt und macht Aussagen von Zeitzeugen hörbar. Zudem informiert der neu gegründete Verein über die Geschichte des Bunkerbaus.

Ein umfangreiches Programm wird in der St. Ludwig-Kirche, Apostelkirche, Melanchthon- und St. Cyriakus-Kirche angeboten. Dazu zählen neben baulichen Führungen themenspezifische Gottesdienste und Orgelvorführungen. Besucher können zudem das ehemalige Straßenbahndepot in der Karl-Krämer-Straße besuchen.

Am Aktionstag unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ beteiligen sich auch der Heimatkundliche Arbeitskreis Oggersheim und die Initiatoren des Neubaus neben dem Schillerhaus. Sie zeigen, was beide Grundstücke verbindet – etwa eine Schlupftür zwischen den alten Gebäudekellern.