Maimarkt

Rundgang 60 Bürgermeister aus Mannheim und der Region erkunden den Maimarkt / Heiner Bernhard aus Weinheim zum letzten Mal offiziell dabei

„Ich genieße es immer, hier zu sein“

Archivartikel

Er gilt als einer der dienstältesten Teilnehmer beim traditionellen Bürgermeisterrundgang: Heiner Bernhard, Oberbürgermeister von Weinheim, ist seit 16 Jahren im Amt und in diesem Jahr zum 15. Mal dabei. Doch der Dienstälteste ist er wohl nicht. „Ich bin vielleicht der Gesichtsälteste“, scherzt er am Stand von RNF, und schnell ist mit Mannheims Bürgermeister Lothar Quast unter den 60 Teilnehmern einer ausgemacht, der noch länger im Amt ist. „Lothar Quast gab’s ja schon bei der Maimarktgründung“, feixt Moderator Bert Siegelmann.

Die Stimmung ist gewohnt locker beim Rundgang der Stadtvorderen über den Maimarkt. „Ich genieße es immer wieder, hier zu sein“, erzählt Heiner Bernhard. Als Kind der Region gehöre der Maimarkt für ihn einfach dazu. „Region, Bekannte und viele begeisterte Menschen“ – dafür steht für ihn die Verbrauchermesse. „Man trifft erstaunlich viele Leute, die man lange nicht mehr gesehen hat.“ Und natürlich gibt es immer wieder Wissenswertes und Neuigkeiten zu entdecken.

Der Streetscooter der Deutschen Post zum Beispiel, ein Nutzfahrzeug als Elektromobil. „Das Modell Work hat 80 Kilometer Reichweite im innerstädtischen Bereich“, informiert Vertriebsmanager für E-Mobility, Mario Gallo. Die Anschaffungskosten liegen je nach Ausstattung bei mindestens 35 000 Euro. Erster Bürgermeister Christian Specht, der wegen eines Trauerfalls stellvertretend für Oberbürgermeister Peter Kurz die Führung übernimmt, will gleich eine Sammelbestellung für die Metropolregion aufgeben.

Neue Mobilitätskonzepte stellt auch Iveco mit seinen Methangas betriebenen Nutz- und Schwerlastfahrzeugen vor. Am Stand von Mercedes-Benz präsentiert Verkaufsleiter Thomas Utz neben dem Elektro-smart das neue GLC 4Matic Hybrid-Modell. Mona Hörig informiert über ihre Tragschrauber Flugschule. Andreas Metz, Bürgermeister von Ilvesheim, nimmt die Flyer gerne entgegen. „Dann weiß ich wenigstens, an wen ich mich wenden kann, wenn es Bürgerbeschwerden gibt.“ Der normale Betrieb am Flughafen Neuostheim sei ja noch zu akzeptieren. Metz fragt sich allerdings schon, warum man bei der allgemeinen Lärmbelastung zusätzlich noch Flugschulen dort ansiedeln muss.

Am Stand der Metropolregion empfängt Verbandsdirektor Ralph Schlusche den Tross. Sinsheim und Schriesheim stellen sich vor. Von Weinkönigin Sophia lassen sich die Bürgermeister gerne ein Gläschen Pinot Noir kredenzen. dir

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