Maimarkt

Baden-Württemberg Peter Hauk unterstützt Verbraucherkampagne für Produkte aus heimischem Anbau / Bekenntnis zur regionalen Küche

Minister streift sich die Kochschürze über

Archivartikel

„Schwäbischen Pitzauf – kenn’ ich net, ich bin Badener“. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, zeigt auch mal Mut zur Lücke – und bekannte sich beim gestrigen Besuch auf dem Maimarkt zur regionalen Küche. „Mit den Bayern liegen wir kulinarisch zwar auf einer Wellenlänge“, sagte er, „aber wir in Baden-Württemberg haben die Küche schon verfeinert“. Der Produktvielfalt sei es zu verdanken, dass es im Süden Deutschlands so viele Köche gebe. „Im Norden gibt’s bloß Kartoffeln“, so Hauk.

Der Verbrauchermesse bescheinigt Peter Hauk eine solide Zukunft. „Ich habe den Eindruck, der Maimarkt ist ungebrochen“, meinte er im Gespräch mit dieser Zeitung. „Er hat eine lange Tradition, und allein die Möglichkeit, Produktinnovationen zu erleben, zu begreifen und zu erschmecken – dafür braucht es eine Messe wie diese.“ Die Besucherzahlen sprächen für sich.

Kooperation mit dem Saarland

Der Minister war zum Stand der MBW-Marketinggesellschaft im Zelt der Gemeinschaftsausstellung Baden-Württemberg gekommen, um für die Kampagne „Natürlich. Von Daheim“ in Kooperation mit dem Regionalanbieter Edeka Südwest die Werbetrommel zu rühren. „Wir wollen die Konsumenten davon überzeugen, dass sie zu regionalen Produkten greifen“, erklärte Hauk. Erst letzte Woche habe er eine Kooperation mit dem Saarland unterschrieben. „Mit Rheinland-Pfalz sind wir im Gespräch“, hofft der Minister auf weitere Nachahmer. Er selbst gehe auch hin und wieder zu regionalen Erzeugern, erzählte Hauk. „Wir haben mittlerweile eine App, da schaue ich rein, wenn ich bei kleinen Hofläden einkaufen möchte.“

Als „Küchenhelfer“ wollte Hauk den beiden Köchen Eberhard Braun und Georg Barta zunächst nur beim Verkosten assistieren. In heimischem Rotwein eingelegte Bühler Zwetschgen schob er sich als Erstes genüsslich in den Mund. Schließlich ließ er sich aber doch dazu überreden, den Teig für den Pitzauf anzurühren und in kleine Muffin-Förmchen zu gießen. Dazu gab’s Spargelsalat und Filderkraut-Crossini mit Sauerkraut, Apfel und Meerrettich – alles aus der Region, versteht sich.