Maimarkt

Umweltpreis der Stadt Mannheim Bürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) gibt den Startschuss für den Wettbewerb

„Mit mehr Grün fühlt sich der Mensch wohler“

Archivartikel

„Grün statt grau“ sollen Mannheims Vorgärten werden – unter diesem Motto werden dieses Jahr beim Umweltpreis der Stadt Mannheim Gartenprojekte gesucht. Bürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) hat gestern den Startschuss für den Wettbewerb im mobilen grünen Zimmer gegeben. Ab sofort können sich Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen auf der Internetseite der Stadt bis zum 9. Juli bewerben.

Häufig prägen Kies, Schotter und Pflasterseteine die Flächen vor den Häusern. „Die Vorgärten können besser genutzt werden. Mit mehr Grün in der Stadt fühlt sich der Mensch wohler,“ appelliert Kubala an die Mannheimer. Eine Grünfläche vor dem Gebäude sehe nicht nur schöner aus, sondern sei auch ökologischer, sagt Jochen Seitz vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. Denn dort fänden Insekten, insbesondere Bienen, ihre Nahrung. Kies ist zudem nicht so pflegeleicht, wie viele sich das vorstellen: „Laub bekommt man schwer raus, und Wildkräuter nisten sich von oben ein“, erklärt Seitz. In üppig bepflanzten Vorgärten sei das nicht der Fall, sie seien also pflegeleichter.

Mannheim von Hitze betroffen

„Es geht auch um das Klima in der Stadt, das wärmer wird“, sagt Caroline Golly von der Klimaschutzagentur Mannheim, die federführend bei dem Preis ist. „Die Stadtklimaanalyse hat gezeigt, dass Mannheim von Hitze stark betroffen ist,“ bestätigt ihre Kollegin Sabine Hoffmann. Anhand einer Karte zeigt sie, dass sich insbesondere die Innenstadt und der Jungbusch aufheizen. Materialien wie Pflastersteine, Kies oder Sand speichern die Hitze. Rasen, Wildwiesen oder Stauden hingegen sind eher kühler, misst Hoffmann vor Ort an Pflanzen und Steinen.

Besucher Reinhardt Braun, der sich vor Ort informiert, findet es beeindruckend, welchen Einfluss die Grünanlagen auf das Klima haben. „Ein einzelner Vorgarten macht nichts aus, aber in der Gesamtheit könnte es eine positive Wirkung haben“, kann er sich vorstellen.

Vorgärten, die Bienen einen Lebensraum geben, und Grünflächen mit Essbarem werden bei dem Wettbewerb besonders beachtet.

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