Maimarkt

Essen Auf Naschkatzen warten neben Klassikern auch japanische Reiskuchen und amerikanische Zuckerkugeln

Süßigkeiten aus der ganzen Welt

Gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Lebkuchen: Zu naschen finden die Besucher auf Deutschlands größter Regionalmesse jede Menge. Jedes Jahr versorgt der Stand von Fikret Akkaya beispielsweise die Gäste im Schlemmerland mit altbewährten Gummibärchen. Zwischen Hallen und Ständen kann die eine oder andere Naschkatze aber bestimmt auf einen neuen Geschmack stoßen.

Verschiedene Füllungen

„Wie ein weicher Marshmallow“, beschreibt Verkäuferin Jenny Seifen die ungewöhnliche Konsistenz der japanischen Reiskuchen auf dem Tisch vor ihr. Am Stand von Seifen gibt es die Mochi, so heißen die runden Kuchen, mit verschiedenen Füllungen: „Wer es asiatisch mag, sollte Durian probieren“, sagt Seifen. Das als „Stinkfrucht“ bekannte Obst wächst vor allem in Indonesien. Für Farbe sorgen Matcha Tee und Blaubeere. Vom anderen Ende der Welt bringt ein Stand für amerikanische Süßigkeiten regaleweise knallbunte Tüten auf den Maimarkt.

Toffees, Zuckerkugeln und Gummischlangen bringen Abwechslung in das deutsche Sortiment. „Die Peanutbuttercups liebe ich einfach heiß und innig“, sagt Tilly Jakob-Radler mit einem nostalgischen Lächeln. Die 72-Jährige lebte mehr als fünf Jahre in Nord-Amerika. Nur die Schokolade sei in Deutschland einfach besser, sagt sie.

Im afrikanischen Dorf können Besucher bei einer Tasse Minztee marokkanisches Gebäck und Pralinés probieren. Akalai Majid präsentiert Pistazienfinger, Datteln und Baklava. „Wir haben für alle etwas. Vegan, glutenfrei und meistens ohne Mandeln“, sagt Majid. Auch aus der Flasche gibt es etwas Ungewöhnliches: Käsekuchen zum Trinken. Statt Teigware handelt es sich um einen Schnaps. „Eben eine Süßigkeit für Erwachsene“, sagt Gründerin Daniela Mendoza. Geschmacklich bleibt der Likör sehr nah am Original aus dem Ofen. „Man schmeckt sogar den Mürbeteig“, findet Besucher Frank Dexheimer. Ursprünglich als Kurzer in einer Bar gedacht, hat sich der trinkbare Kuchen zu einer eigenen Marke entwickelt. Mendoza freut sich über den Erfolg des „Unfalls“, wie sie sagt.

Fruchtig und kalorienarm

Süß heißt nicht gleich Zucker: Maik Ehrenmann liefert Trockenfrüchte direkt von den Plantagen. Alle fair gehandelt, wie der Verkäufer sagt. An seinem Stand liegen kiloweise Ananas, Mango und Papaya. Ohne Zusätze, versichert er, dem Obst werde nur Wasser entzogen. „Diese Früchte schmecken intensiver als die frischen, weil sie vor Ort fertig reifen und dann getrocknet werden“, erklärt Ehrenmann. „Das ist die beste Alternative zu Süßigkeiten.“

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