Mannheim

Pädagogik (II) Vom Kindergarten bis zum Lehrerseminar / 16 Einrichtungen aus Stadt und Umland präsentieren ihr alternatives Angebot auf den Kapuzinerplanken

100 Jahre Waldorfschule: Zukunftsmodell mit langer Tradition

Archivartikel

„Klar können wir unseren Namen tanzen“ – die Jugendlichen in der Fußgängerzone lachen und geben eine kurze Kostprobe der ausdrucksstarken Bewegungskunst, für die Waldorfschulen weithin bekannt sind. Sie weisen damit den Weg zu den Kapuzinerplanken. Dort präsentierten sich am Samstag 16 waldorfpädagogische Einrichtungen aus Mannheim und dem Umland beim Festival „Waldorf 100“ zum Jahrestag der ersten Schulgründung in Stuttgart 1919.

Den Beitrag der Waldorfbewegung zum Bildungswesen würdigte dort Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), der zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Manfred Kern (Grüne), Stefan Fulst-Blei (SPD) und Stadträtin Helen Heberer (SPD) und weiteren Politikern bei der Eröffnung des Jubiläumsfestivals vorbeigeschaut hatte.

Michael Schröder vom Mannheimer Studienzentrums der Alanus-Hochschule sowie Torsten Feles und Christian Boettger vom Bund der Freien Waldorfschulen sprachen Grußworte, Professor Albert Schmelzer (Akademie für Waldorfpädagogik) erläuterte in einem Vortrag die Grundzüge der alternativen Schulbewegung, bevor die Jugendlichen die große Bühne an den Kapuzinerplanken übernahmen.

Bis gegen 21 Uhr demonstrierten Kinder und Jugendliche der Waldorfkindergärten und Schulen, dass sie weit mehr können, als ihren Namen tanzen: Mit viel Musik und szenischen Aufführungen aus Schultheaterstücken und der sowohl choreografisch als auch gestisch anspruchsvollen Eurythmie zeigten sie einen Querschnitt des ganzheitlichen Bildungskonzepts der Waldorfpädagogik. lang

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