Mannheim

Wiederansiedlung Vor allem auf den Äckern rund um Straßenheim finden sich für die kleinen Nager günstige Bedingungen

170 Feldhamster werden Mannheimer

Archivartikel

In Mannheim sind 170 neue Bewohner angekommen. Die Rede ist von jungen Hamstern, die nun auf Feldern der Stadt ausgewildert wurden.

Der Umzug ist Teil eines Projektes zur Wiederansiedlung der Nagetiere. Der Feldhamster, der einst in großer Zahl die landwirtschaftliche Flur besiedelte, ist selten geworden und steht als vom Aussterben bedrohte Tierart unter europäischem Schutz. „Ziel der Wiederansiedlung ist es deshalb, einen langfristig überlebensfähigen Tierbestand zu etablieren“, heißt es vom Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt, die das Projekt seit Jahren gemeinsam vorantreiben. Der Erfolg zeigt sich demnach etwa an über 60 Hamsterbauten, die im Frühjahr auf Feldern in Mannheim-Straßenheim gezählt wurden. Nach Angaben von Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder zeigen die Anstrengungen zum Schutz des Hamsters besonders in diesem Ortsteil Wirkung. Wesentlich zum Erfolg beigetragen habe die großflächige und zusammenhängende feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung der Ackerflächen. Dank der Wiederansiedlung könne sich langfristig ein überlebensfähiger Tierbestand etablieren.

Landwirte bewirtschaften auf 130 Hektar ihre Ackerflächen feldhamstergerecht, so dass die kleinen Nager dort einen geeigneten Lebensraum finden. „Die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirten und die feldhamsterfreundliche Bewirtschaftung ist Grundlage für den Erfolg der Wiederansiedlung“, hob die Regierungspräsidentin hervor.

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