Mannheim

Corona Jugendhaus Erlenhof schließt bis voraussichtlich 6. September

18 Neuinfektionen an einem Tag

Archivartikel

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infizierten in Mannheim hat am Mittwoch einen neuen Höchststand erreicht. An diesem Tag wurden dem Gesundheitsamt 18 Neuinfektionen gemeldet. So viele hatte es seit Anfang April nicht mehr in der Stadt gegeben. Fast alle neuen Fälle seien reiseassoziiert oder hingen mit Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen zusammen, heißt es von der Stadt.

Bei einem der bestätigten Mannheimer Corona-Fälle von Montag handelt es sich um einen Besucher des Jugendhauses Erlenhof in der Neckarstadt-West. Die Folge: Die Einrichtung bleibt zunächst geschlossen. Und zwar voraussichtlich bis einschließlich Sonntag, 6. September. Der Besucher war positiv auf das Virus getestet worden, das Jugendhaus darüber informiert worden, berichtet Leiterin Anita Altmann. „Das Jugendhaus war lange geschlossen, insofern ist es für die Jugendlichen und Mitarbeitenden natürlich besonders schade, dass wir nun wieder zu machen müssen“, sagte sie am Mittwoch. Zumal sich alle dort sehr über die Wiedereröffnung gefreut hatten.

Hygienekonzepte eingehalten

„Die Hygienekonzepte wurden alle eingehalten“, so Altmann. Zum Beispiel wurden Spielgeräte wie Kett-Cars nach jedem Nutzer desinfiziert, ebenso die Sportgeräte oder Stifte. Zur Sicherheit gab es Listen der täglichen Besucher. Diese Mehrarbeit habe sich als notwendig erwiesen, sagte Altmann.

„Schade ist es, dass alle geplanten und gut vorbereiteten Aktionen und das Bauprojekt abgesagt werden mussten.“ Die Jugendlichen seien enttäuscht darüber gewesen, dass das Haus wieder geschlossen ist und sie seien sehr betroffen darüber, dass sich tatsächlich einer von ihnen mit Covid-19 infiziert hat, berichtet Altmann.

Wird sich der Fall in irgendeiner Form auf andere Jugendtreffs der Stadt beziehungsweise auf deren Hygienekonzepte auswirken? Nein, heißt es von der Stadt, die bisherigen Hygienekonzepte hätten sich bewährt. Insbesondere die Beachtung der AHA (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken)-Regeln und die Dokumentation von Besuchern. Einige der vielen weiteren Hygieneregeln, unter denen das Jugendhaus im Juni nach Corona-Pause wieder öffnete, waren folgende: Jedes Kind und jeder Jugendliche muss eine Maske dabei haben, um an den Angeboten teilzunehmen. Diese muss nur dann getragen werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern nicht möglich ist. Das Jugendhaus verkauft kein Essen und keine Getränke. Daher muss beides selbst mitgebracht werden.

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