Mannheim

Innenstadt Erste Bilanz der Sauberkeitskontrollen

190 Strafen verhängt

Gut zwei Monate nachdem die Stadt höhere Bußgelder für Müllsünder eingeführt hat, zieht die Verwaltung erstmals Bilanz. Demnach hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), der nach Angaben der Stadt seitdem täglich mit mehreren Doppelstreifen unterwegs ist, 190 Beanstandungen registriert. 185 Mal wurde das Wegwerfen von Zigarettenkippen geahndet, drei Mal wurden Essensreste nicht im Mülleimer entsorgt, je einmal wurde eine Verpackung oder Papier auf den Boden geworfen.

„Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, was uns in unserem Handeln und konsequenten Durchgreifen absolut bestätigt“, wird der für Sicherheit und Ordnung zuständige Erste Bürgermeister Christian Specht (CDU) zitiert. Allerdings räumt er ein, „mit dem aktuellen Zustand der Sauberkeit noch nicht zufrieden“ zu sein. Insbesondere rund um die Fast-Food-Filialen sei die Vermüllung nicht akzeptabel.

Wie der Leiter des Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung, Klaus Eberle, sagte, seien mehr als 80 Prozent der Verstöße geahndet worden, als die KOD-Mitarbeiter in Zivil unterwegs gewesen seien. Deshalb würden die Planken in den „letzten Wochen verstärkt in Zivil bestreift“.

Die höheren Strafen hat der neue Bußgeldkatalog des Landes ermöglicht. Laut Stadt liegen in Mannheim die meisten Bußgelder bei 75 Euro, für auf den Boden gespuckte Kaugummis werden 100 Euro fällig. cs

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