Mannheim

Polizeikontrollen

21 Poser-Autos innerhalb von vier Wochen in Mannheim sichergestellt

Archivartikel

Mannheim.Die Polizei hat in Mannheim innerhalb der vergangenen vier Wochen 21 Fahrzeuge von Autoposern sichergestellt. Allein acht davon seien am letzten Wochenende eingezogen worden, teilte die Behörde mit. In sieben Fällen waren dafür zu hohe Lärmwerte der Sportauspuffanlagen ursächlich, in einem Fall war der Endschalldämpfer ausgeräumt worden. Insgesamt wurden vorwiegend 263 Fahrzeuge und 246 Insassen kontrolliert.

Das Ergebnis: In 22 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Bei 63 Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen, die zur Anzeige gebracht werden. 42 Fahrer sehen einem Bußgeldbescheid wegen unnötigen Lärms entgegen. Hinzu kommen 19 Verwarnungen.

Die meisten Poser würden aus der Metropolregion und dem Raum Karlsruhe nach Mannheim kommen, um ihre Runden in der Quadratestadt zu drehen und auf diesem Wege ihre getunten Fahrzeuge zu präsentieren. Hauptsächlich in den Abendstunden würden die zumeist jungen Männer die Motoren aufheulen und die Reifen quietschen lassen, um „auf der 'Poser-Meile' Kunststraße - Kaiserring - Fressgasse den Leuten zu imponieren.“ Auch den einen oder anderen kurzen „Vollgas-Sprint“ würden sich die Fahrer nicht nehmen lassen. Auffallend sei der derzeitige Trend in Richtung Sportauspuffanlagen, betont die Behörde. 

Kontrollen bald auch in Heidelberg

Seit 2016 geht die Mannheimer Polizei gezielt gegen Autoposer vor. Ziel sei es, „dieses gefährliche 'Poser-Gehabe' wieder möglichst schnell und konsequent einzudämmen.“ Die Beamten kündigten weitere Kontrollen für die Zukunft an, die bereits in Planung seien. Dabei soll die Überwachung der "Ermittlungsgruppe Poser" auf die Innenstadt Heidelbergs ausgeweitet werden.