Mannheim

Landgericht Urteil im Prozess gegen Geisterfahrer

27-Jähriger ist schizophren

Archivartikel

Vor dem Landgericht ist ein 27-Jähriger verurteilt worden, der im November 2018 am Luisenring als Geisterfahrer unterwegs war und einen schweren Unfall verursacht hatte. Die Beweisaufnahme sowie das Gutachten eines Sachverständigen hatten ergeben, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt des Unfalls schuldunfähig war. Der 27-Jährige leidet unter Schizophrenie, einer psychischen Erkrankung. Die Richterin ordnete die Behandlung in einer psychiatrischen Klinik an. Der Vollzug ist auf drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Der Mann muss die Behandlung sofort antreten und dem Gericht nachweisen. Außerdem muss er sich regelmäßig auf Drogen und Alkohol kontrollieren lassen.

Mit Tempo 100 auf Luisenring

Der 27-Jährige war am 26. November in dem Auto seiner Familie unterwegs. Vor Gericht hatte er erklärt, er hätte sich zu der Zeit verfolgt gefühlt, sei in der Annahme losgefahren, seine Familie wolle ihn umbringen. Während der 27-Jährige erklärte, die Krankheit sei erst kurz vor dem Unfall ausgebrochen, hatte der Gutachter schon früher Anzeichen für eine Schizophrenie diagnostiziert. Der Angeklagte war mit dem Auto und rund 100 Stundenkilometern gegen einen Baum gekracht und leicht verletzt worden.

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