Mannheim

315 Strafverfahren wegen Drogendelikten eingeleitet

Archivartikel

Mannheim.Bei Polizeikontrollen im Rahmen des Mannheimer Techno-Festivals "Time Warp" hat die Polizei bis Sonntagabend 315 Strafverfahren wegen Drogendelikten eingeleitet. Wie die Beamten mitteilten, wurden 88 Autofahrern Blutproben entnommen- überwiegend wegen des Verdachts der Drogenbeeinflussung. Vereinzelt ergaben sich auch Anhaltspunkte für eine Alkoholbeeinflussung. Gegen die Fahrer wird nun wegen Fahrens unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ermittelt. Es wurden Drogen unterschiedlichster Art beschlagnahmt.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte bis zum Sonntagabend mehr als 2 056 Personen und 727 Fahrzeuge. Die Kontrollen wurden hierbei auf den Verkehrsrouten in Richtung und aus Richtung des Veranstaltungsgeländes durchgeführt. Auch auf dem Gelände und im Umfeld wurden Personen überprüft.

Der Rettungsdienst wurde zu rund 310 Hilfeleistungen gerufen. Acht Menschen wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Beim Beschwerdetelefon gingen während der Veranstaltung 18 Meldungen wegen zu lauter Musik ein.

Die Polizei begann mit den umfangreichen Kontrollen auf den Verkehrsrouten in Richtung Veranstaltungsgelände bereits in der Anfahrtsphase des Festivals. Die Kontrollen am Rastplatz Hockenheim-Ost fingen um 16 Uhr an. Bereits bis zum Samstagabend hatten die Beamten mehr als 40 Strafverfahren wegen Drogenbesitzes eingeleitet. Bis Sonntagvormittag waren es dann schon 180 Strafverfahren. 1 200 Personen, 200 Autos und 11 Reisebusse waren bis dahin kontrolliert und  33 Autofahrern wegen des Verdachts der  Drogenbeeinflussung Blutproben entnommen worden. Wie ein Mitarbeiter vor Ort berichtete, gab es bei den Kontrollen am Abend an der Rastanlage keine Probleme, die Menschen zeigten sich kooperativ. Viele Besucher reisten auch aus der Schweiz, Italien, Österreich und Frankreich an. Die Kontrollen zur Veranstaltung dauerten auch am Sonntagmittag noch an. 

Die Beamten berichteten von dem Festivalgelände, dass ein unbekannter Täter einer 22-Jährigen während der Veranstaltung von hinten ihre Goldkette vom Hals riss. Die Kette hatte einen Wert von 1 300 Euro. Die 22-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen. Eine vollständige Bilanz zur diesjährigen „Time Warp“ wollen die Beamten zeitnah vorlegen. 

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei insgesamt 900 Fahrzeuge und 2000 Personen kontrolliert. Bei 105 Autofahrern war eine Blutprobe entnommen worden, da sie unter Einfluss von Drogen oder Alkohol standen. Im Jahr 2017 hatte die Polizei 324 Strafverfahren wegen Drogenbesitzes eingeleitet.

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