Mannheim

Mobilität Städte investieren laut Greenpeace wenig

4,34 Euro pro Kopf für Radwege

Archivartikel

Mit jährlich 4,34 Euro pro Einwohner für den Ausbau des Fahrradverkehrs liege Mannheim etwa gleichauf mit Berlin (4,70 Euro) und Frankfurt (4,30 Euro). Dies teilte Rathaus-Sprecher Jan Krasko auf Anfrage dieser Zeitung mit. Der Umweltverband Greenpeace hatte am Dienstag eine Untersuchung veröffentlicht, nach der zurzeit keine der sechs größten deutschen Städte mehr als fünf Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehrsausbau ausgebe – im Gegensatz zu den Großstädten Amsterdam (Niederlande, elf Euro) und Kopenhagen (Dänemark, 35,36 Euro), die laut Greenpeace seit Jahrzehnten massiv in Fahrradwege, Beschilderung, Signal- und Abstellanlagen investieren.

2019 mehr Ausgaben geplant

Der Untersuchung zufolge bringe Stuttgart fünf Euro, Hamburg 2,90 Euro, Köln 2,80 Euro und München 2,30 Euro pro Kopf und Jahr auf. Nach Angaben Kraskos sei der Mannheimer Radverkehrs-Betrag nicht deswegen vergleichsweise niedrig, weil es am politischen Willen fehle. Vielmehr sei es im laufenden Jahr nicht möglich gewesen, mehr der bereits geplanten und beschlossenen Bauvorhaben zum Radverkehr zu verwirklichen.

„Wir haben einige Projekte ins kommende Jahr verschieben müssen“, sagte Krasko. 2019 gehe man derzeit von Pro-Kopf-Ausgaben von deutlich mehr als zehn Euro zur Verbesserung des Radverkehrs aus. 2017 – dem Jahr des 200. Fahrrad-Jubiläums – habe der Gemeinderat knapp fünf Millionen oder rund 15 Euro pro Einwohner für den Radverkehr bewilligt. lang/dpa