Mannheim

Umfrage Wer ein Urteil abgibt, ist eher unzufrieden / Anzahl, Ausstattung oder Zustand der Spielflächen in der Kritik

Ärger über verdreckte Anlagen

Archivartikel

Mannheim.Wirklich eindeutig ist das Ergebnis des „MM“-Bürgerbarometers zum Thema Spielplätze in Mannheim nicht. Bei den drei Themenkomplexen Anzahl, Ausstattung und Sauberkeit gibt es aber ein ähnliches Bild: Wer ein Urteil abgab, der äußerte sich eher kritisch. So denken 42 Prozent der Befragten, dass es in der Quadratestadt zu wenig Spielflächen für Kinder gibt. Im Gegensatz dazu finden 35 Prozent, dass die Anzahl genau richtig sei, während 22 Prozent keine Einschätzung abgeben wollten. Diese Zahlen decken sich auch mit denen zur Frage nach der Ausstattung der Spielplätze: 22 Prozent sind eher zufrieden, 33 Prozent eher unzufrieden, 45 Prozent enthalten sich. Deutlicher wird es dann allerdings bei der Sauberkeit, sie wird von 40 Prozent der Befragten kritisiert, nur 20 Prozent sind zufrieden, 40 Prozent gaben keine Antwort ab.

Für das „MM“-Bürgerbarometer hatte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des „Mannheimer Morgen“ 1052 bei der Kommunalwahl stimmberechtigte Mannheimer befragt. Damit ist die Umfrage repräsentativ. Zur Auswertung gibt Wahlforscherin Annette Mayer eine Einordnung: „Wenn jemand eine Meinung hat, dann resultiert daraus durchaus meistens Kritik. Aber es gibt bei der Spielplatzsituation in Mannheim keine totale Unzufriedenheit.“

Blickt man in der Statistik auf die verschiedenen Altersstufen, so zeigt sich, dass die Befragten bis 49 Jahre nahezu immer Angaben machten – und diese mit jeweils fast 50 Prozent bei Anzahl, Ausstattung und Sauberkeit eher unzufrieden sind. Die Umfrageteilnehmer über 50 Jahre enthalten sich zumeist. „Das ist nicht überraschend, da die jüngeren Befragten zu Spielplätzen eine fundiertere Meinung haben“, sagt Mayer. Diese Auslegung wird dadurch bekräftigt, dass bei allen drei Fragen immer zwischen 50 und 60 Prozent unzufrieden sind, bei denen ein Kind unter 13 Jahren im Haushalt lebt.

Auffällig ist der Wahlforscherin zufolge auch, dass sich die Unzufriedenheit konsequent durch alle Fragen zieht. Mayer: „Wer mit der Anzahl oder Ausstattung der Spielplätze unzufrieden ist, kritisiert auch die Sauberkeit.“ 66 Prozent der Befragten, die fanden, dass es zu wenig Spielplätze in Mannheim gibt, haben sich auch negativ über die Gestaltung der Flächen geäußert. „Diese Eindrücke bedingen sich scheinbar gegenseitig“, erklärt Mayer. Dennoch macht sie deutlich, dass die Befragten zwar Mängel an den Spielplätzen wahrnehmen und Verbesserungsmöglichkeiten sehen würden, die Werte jeweils aber keine totale Enttäuschung darüber zeigten.

Info: Dossier und Video unter morgenweb.de/bueba

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