Mannheim

Rückblick Was und wo bisher bereits saniert wurde

Über zehn Millionen investiert

Im Nationaltheater am Goetheplatz hatten schon mehrfach Bauarbeiter große Auftritte. Allein seit 2010 flossen, im Vorgriff auf eine Generalsanierung, etwa zehn Millionen Euro.

Bereits Mitte der 1980er Jahre drohte eine Schließung. Daraufhin gab es drei größere Sanierungsphasen. 1988 wurden für vier Millionen Euro vom TÜV gerügte Sicherheitsmängel beseitigt. Weitere Sicherheitsmängel in Bühnentechnik und -steuerung, eine neue Brandmelde- und Bühnenlichtanlage kosteten 1989/90 weitere 4,3 Millionen Euro.

Geschlossen war das Theater von Sommer 1992 bis Anfang 1994. Auch da ging es um Sicherheitsmängel, Bühnentechnik, den Umbau des Bunkers sowie einen neuen Bühnenturm fürs Schauspielhaus. Kosten: knapp 26 Millionen Euro. Eine Modernisierung oder gar Generalsanierung des ganzen Hauses, deren Kosten damals bereits auf umgerechnet rund 82 Millionen Euro beziffert wurden, unterblieb jedoch – obwohl vom damaligen Intendanten Klaus Schultz angemahnt.

1998 bis 2002 gab es für 3,6 Millionen Euro Investitionen in Teilbereiche der Tonregie, Lichtsteueranlage, die Inspizientenanlagen, Telefonanlage, Vorbühnenzüge und die Schließanlage.

Seit 2009 laufen auf der Basis mehrerer Gutachten jeweils in den Sommerschließzeiten weitere Einzelmaßnahmen.

2010 und 2011: Flachdachsanierung, da die Oberfläche der Bitumenabdichtung von zahlreichen Rissen durchsetzt, eine Wärmedämmung nicht vorhanden war. Gesamtkosten: 762 000 Euro.

2010: Die für den Baustil des Hauses charakteristische Travertinfassade musste wegen durchgerosteter Halterungen komplett entfernt werden. Alle Platten wurden mit Edelstahlschrauben und Sicherungsgewinden wieder befestigt. Da ohnehin ein Gerüst stand, hat man gleich die Betonflächen, wo Risse und Abplatzungen entdeckt wurden, erneuert. Kosten: 973 000 Euro.

2011: Neuer Antrieb für das Lkw- Hubpodium, über das Kulissenteile für Opern- als auch Schauspielhaus angeliefert werden. Kosten nur dafür: 320 000 Euro.

2012: Die zulässigen Betriebsstunden für die Antriebe der Obermaschinerie im Opern- und Schauspielhaus waren überschritten, sie entsprachen nicht mehr der Norm, der TÜV verweigerte die Abnahme. Kosten allein dieser Erneuerung: 1,476 Millionen Euro.

2013: Die Antriebe der Winden in den Schnürboden von Oper und Schauspiel waren 20 Jahre alt. Die Bremswirkung entsprach nicht mehr den vorgeschriebenen Grenzwerten, die zulässigen Betriebsstunden waren weit überschritten. Kosten: 486 000 Euro.

2014/15: Überarbeitung der Metallfenster. Kosten: 338 000 Euro.

2015/2016: Neues Notstromaggregat, neue Beleuchtung im Oberen Foyer, Sanierung oder Austausch der Deckenplatten im äußeren Umgang unter den Arkaden, insgesamt für 1,3 Millionen Euro; kleinere Arbeiten jeweils nicht eingerechnet.

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