Mannheim

Tourismus Mit elektrischem Rückenwind auf Reisen

ADAC präsentiert Touren-Programm

Archivartikel

Mannheim.Schon länger ist es her, dass der ADAC nur als Automobildienstleister mit Hauptaufgabe Pannenhilfe wahrgenommen wurde. Inzwischen spricht er auch andere Zielgruppen an, wie zum Beispiel die Pedelec-Fahrer. Auf einer Pressekonferenz in Mannheim mit anschließender Pedelec-Testfahrt stellte der ADAC Nordbaden, Pfalz und Hessen-Thüringen nun die neue kostenlose Broschüre GrenzTouren vor. Hier erfahren Pedelec-Freunde, wie sie zum Beispiel von Höchst im Odenwald bis Mosbach eine Tour mit vielen sehenswerten Orten machen können. Außerdem erhalten sie Infos über Länge und Schwierigkeitsstufe der Strecke – Steigungen stellen mit dem Pedelec kein Problem selbst für weniger geübte Fahrer mehr dar. Auch optisch machen die Räder viel her, es gibt sie als Mountain-Bikes, im Retro-Look oder in knalligen Farben.

Der Markt ist groß

„In Deutschland gibt es um die 53 900 Elektro-Autos, aber stolze 3,5 Millionen E-Bikes und Pedelecs, das ist eine wahre Erfolgsgeschichte“, sagte Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen und Pedelec-Experte. Der Markt sei groß, es gebe sogar zahlreiche E-Bike- und Pedelec-Zeitschriften. „Wenn die Pedelec-Nutzer auf großer Fahrt sind, gehen sie übrigens nicht in Jugendherbergen, sondern bevorzugen es komfortabel. Es handelt sich um eine zahlungskräftige Gruppe, daher profitiert auch die Tourismusbranche.“ Bestätigen konnte dies Folke Mühlhölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hessen Agentur: „Wir in Hessen nutzen den Boom dieses neuen Spaßgeräts und machen Gastronomiebetriebe und Hotels fit für die Pedelec-Touristen.“

Reichweite erhöht sich

Auch in Rheinland-Pfalz werde ordentlich in die Pedale getreten. „Bei uns sind Flussradwege zum Beispiel am Rhein und an der Mosel besonders gefragt. Pedelec-Fahrer sind genussorientiert, sie wollen ohne Anstrengung Mittelgebirgslandschaften erschließen. Durch den elektrischen Antrieb erhöht sich die Reichweite pro Tag, dementsprechend müssen die Touren geplant werden“, sagte Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Das Alter der Fahrer verändere sich außerdem, die Zielgruppe werde jünger.

Und in der Baden-Württembergischen Landesregierung haben Zweiräder eine besondere Stellung. „Die grüne Regierung hat ein Referat für Rad- und Fußverkehr ins Leben gerufen und ist der Meinung, dass es sich lohnt, in Radwege zu investieren“, meinte Felix Rhein von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. Auch digital fahre der ADAC ganz vorne mit, denn es gebe für Android und iPhones in den jeweiligen Stores die ADAC-Fahrradtouren-App mit mehr als 8000 ausführlich beschriebenen Radtouren in Deutschland.