Mannheim

Neuhermsheim Verwirrung vor dem Bürgerservice: Lange Schlange und 90 Tage Vorlaufzeit für Termine.

Ärger über Wartezeiten beim Bürgerservice in Neuhermsheim

Archivartikel

Harald Kiupel ist an diesem Montag extra vom Waldhof nach Neuhermsheim gekommen. Nach einem Blick auf die Homepage der Stadt sei er davon überzeugt gewesen, dass er ohne vorherige Anmeldung seinen Gebrauchtwagen zulassen könne, berichtet er im Gespräch mit dieser Redaktion. Stattdessen hätten, als er kurz nach 10 Uhr eingetroffen sei, bereits um die 30 Personen in einer langen Schlange angestanden. Und hätten, so wie er, erfahren müssen: Eine Kfz-Zulassung gehe nicht ohne vorherige Terminvereinbarung.

So steht es auch auf der Internetseite des Bürgerservice Neuostheim/Neuhermsheim: „Termine sind 90 Tage im Voraus über das Online-Terminreservierungssystem oder telefonisch unter der Behördennummer 115 buchbar“.

Noch am frühen Morgen sei auf der städtischen Internetseite etwas anderes kommuniziert worden, beklagt sich dagegen Kiupel, offensichtlich sei das zwischenzeitlich geändert worden.

Mehrere Personen, er eingeschlossen, hätten wegen der unklaren Lage vor Ort die Servicenummer 115 angerufen – und von den Mitarbeitern wiederum unterschiedliche Antworten bekommen.

Stadt: Nicht ohne Anmeldung

Auf Nachfrage erklärt die Stadtverwaltung: „Wir können jetzt leider nicht mehr nachvollziehen, was wann geändert wurde und wer bei der 115 was gesagt hat.“ Fakt sei aber, dass der Bürgerservice Neuhermsheim „seit dieser Woche nur noch für Anliegen mit vorheriger Terminvereinbarung erreichbar ist“, so ein Sprecher. Er betont außerdem, dass genau das „im Vorfeld immer wieder kommuniziert“ worden sei und daher eigentlich „nicht überraschend“ komme. Als Beispiel nennt der Sprecher eine Mitteilung vom 7. August. Ab 1. September allerdings werde „der Behördengang bei den Bürgerservices wieder mit und ohne Termin möglich sein, so auch in Neuhermsheim“.

Am Montag machte die Servicestelle angesichts des Andrangs dann aber doch eine Ausnahme – sie ließ Kiupel und weitere Bürger ein. Der Waldhöfer ist froh, dass es nach gut zwei Stunden doch noch geklappt hat – bedauert aber die Mitarbeiter. Sie seien verunsichert gewesen und „haben mir leidgetan“. 

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