Mannheim

Gesundheit End- und Dickdarmzentrum beteiligt sich an Aktion rund um die unangenehme Krankheit

Ärzte klären über das Thema Hämorrhoiden auf

Archivartikel

Jeder hat sie, aber keiner spricht gern darüber – vor allem nicht, wenn sie sich brennend oder juckend bemerkbar machen: Hämorrhoiden. Das nach wie vor als peinlich empfundene Leiden hat die Gastro-Liga an ihrem Magen-Darm-Tag zum Schwerpunktthema erklärt. Aus diesem Anlass bietet das End-und Dickdarmzentrum Mannheim (EDZ) am kommenden Samstag, 9. November, einen „Tag der offenen Tür“ mit Vorträgen, außerdem am 11. November abends eine Telefonhotline.

Eigentlich ist der offizielle Aktionstag für den 2. November terminiert gewesen. Angesichts des ungünstigen Samstags direkt nach Allerheiligen haben sich die Spezialisten vom Darm-Zentrum entschlossen, das diesjährige Thema „Beschwerden am Po? Nicht aussitzen!“ eine Woche später, am 9. und 11. November, aufzugreifen. An dem Konzept der bundesweiten Aufklärung über „Hämorrhoiden & Co“ (so der Arbeitstitel) haben unterschiedliche Fachgruppen mitgewirkt. Zu den Projektleitern gehören die beiden Mannheimer Professoren Alexander Herold und Heiner Krammer.

Dass das Thema medizinisch kein Pipifax ist, belegen Zahlen: Rund eine Million Menschen werden allein in Deutschland jährlich wegen Hämorrhoiden behandelt. Weil das Leiden noch immer mit einem Tabu belegt ist, suchen so manche Betroffene erst dann einen Arzt auf, wenn das ringförmige Gefäßpolster am Darmende schmerzt und bereits massiv in seiner (Schließ-) Funktion beeinträchtigt ist.

Vier Schweregrade

Bei dem Tag der offenen Tür erfahren Besucher am Samstag, 9. November, von 10 bis 13 Uhr im Mannheimer End- und Dickdarmzentrum (Bismarckplatz 1 am Hauptbahnhof), warum das Gewebe für den Feinabschluss bei unseren allseits bekannten „Geschäften“ auf dem stillen Örtchen sozusagen ausleiern kann.

Informiert wird außerdem über Behandlungsstrategien von der Verödung bis zur Operation, die sich nach der jeweiligen Ausprägung des Leidens (vier Schweregrade) richten. Thema ist natürlich auch, was jeder selbst tun kann, um Hämorrhoidalleiden vorzubeugen. Beispielsweise raten Enddarm-Spezialisten, auch Proktologen genannt, lange Sitzungen oder gar Buchschmökern auf der WC-Brille zu vermeiden. Außerdem warnen sie vor starkem Pressen. Ihr Credo: Auf der Toilette muss kein Mensch (auf Kommando) müssen. Vielmehr sollten faserreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und tägliche Bewegung dafür sorgen, dass der Speisebrei bei der Darmpassage „flutscht“ und vor der Bio- Entsorgung nicht verstopft.

Zusätzlich zu der Info-Veranstaltung am kommenden Samstag bietet das Darm-Zentrum am Montag, 11. November, von 18 bis 20 Uhr unter der Nummer 0621/123 47 50 eine Telefonhotline rund um „ Hämorrhoiden& Co“.

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