Mannheim

Prostitution Informationen am Samstag auf dem Paradeplatz

Aktion für Verbot von Sexkauf

Unter dem Motto „Mannheim gegen Sexkauf“ laden die Ärzte Damaris Köhler und Richard Heil für Samstag, 19. September, von 12 bis 15 Uhr zu einer Protestaktion auf dem Paradeplatz in O 1/P 1 ein. Sie fordern ein Sexkaufverbot und die Einführung des Nordischen Modells in Deutschland. Im Mittelpunkt stehe, nach Aussage der Organisatoren, vor allem das „Nordische Modell“, wonach – wie in Schweden – nicht das Angebot, sondern die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen kriminalisiert wird: „Für Freier und Zuhälter sind damit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr verbunden, während die Prostituierten nicht kriminalisiert werden. Diesem Modell sind bereits Frankreich, Norwegen, Island und Irland gefolgt, Israel folgt.“

Auch wenn das Modell Zwangsprostitution nicht verhindern könne, so räumen die Organisatoren ein, „wird der Markt für derartige sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel in Deutschland damit am nachhaltigsten gestört und die Position der Prostituierten gegenüber rücksichtslosen Freiern und Zuhältern gestärkt“. Oftmals wisse keine Behörde, dass diese Frauen in Deutschland seien: „Sie sind ihren Zuhältern völlig ausgeliefert. Diesen Frauen hilft nicht die Wiedereröffnung der Bordelle, sondern ein Verbot des Sexkaufs und eine Tätigkeit oder Ausbildung in einem existenzsichernden Beruf.“ 

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