Mannheim

Baumhain Festveranstaltung zum „Tag der Älteren“

Aktionen gegen die Einsamkeit

Archivartikel

Die Freude ist groß, das Aufeinandertreffen jedes Jahr wieder ein Fest: Die vom Mannheimer Seniorenrat e.V. und dem Seniorenbüro der Stadt Mannheim organisierte Veranstaltung zum „Internationalen Tag der Älteren“ hat wieder viele Senioren in der Festhalle Baumhain im Luisenpark vereint.

Für einige gibt es schon auf dem Weg vom Haupteingang zur Veranstaltung das eine oder andere freudige Wiedersehen. Gerade dieses Aufeinandertreffen ist für viele ein Grund zum Kommen, auch für Karola Pelzer: „Ich wollte mal sehen, wer heute alles da ist“, sagt sie und schaut in die Runde. Sie kennt fast die halbe Halle, kann über viele Gäste etwas berichten. Seit zehn Jahren feiern nun Seniorenrat und Seniorenbüro im Baumhain, „ein kleiner junger Geburtstag“, sagt Marianne Bade, neue Vorsitzende des Seniorenrates, in ihrer Begrüßung. Sie spricht von den bunten und vielfältigen Aufgaben und davon, dass diese Aktionen die „beste Medizin im Alter gegen das Alleinesein“ sind.

Wunsch nach Austausch

Gegenüber dieser Zeitung bedauert Bade die nachlassende ehrenamtlicher Hilfsbereitschaft. Sie weiß: „Wir sind nur so gut, wie wir junge Senioren und Helfer haben.“ Ein breites Netzwerk an Kommunikation und einen regen Austausch unter den Helfern wünscht sie sich. Fachbereichsleiter Hermann Genz, der für den verhinderten Bürgermeister Michael Grötsch spricht, streift in seinem Kurzvortrag mehrere Themen. Altersarmut, Wohnungsnot und die Einsamkeit der Senioren, das seien Punkte die immer mehr zum Problem werden würden. Die Seniorentaler 2019 gehen in diesem Jahr an Ingrid Bohnert, langjährige Stellvertreterin des verstorbenen Seniorenratsvorsitzenden Claus-Peter Sauter. Dessen Ehefrau Elfriede Sauter nahm stellvertretend für ihn den Seniorentaler entgegen.

Anfänglich ist der Baumhain nur spärlich besetzt, viele kommen später. Eine Besucherin berichtet: „Ich war noch auf dem Friedhof.“ Sie sei froh, dass es die Veranstaltung gibt. Seit ihr Mann nicht mehr lebt, schätze sie die Seniorenarbeit sehr: „Viele wissen gar nicht, dass es das gibt.“

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