Mannheim

Feuerwehr Engagement der Jubilare gewürdigt / 450 Einsätze in zehn Tagen

Alarm während der Feier

Mitten in den schwungvollen Klängen des Polizeimusikkorps gingen laut die Piepser, während einer Arie von Sopranistin Tanja Hamleh musste noch mal Verstärkung abrücken: Von Alarm unterbrochen wurde die Jubilarfeier der Feuerwehr. „Ob Veranstaltungen, Familienfeiern oder Jubilarfeiern – die Feuerwehr nimmt eben keine Rücksicht, denn es ist ein besonderer Dienst“, stellte daher Erster Bürgermeister Christian Specht fest.

Der festliche Abend, ausgerichtet vom Stadtfeuerwehrverband, ist eine Besonderheit. Keine andere städtische Institution hat eine eigene Jubilarfeier. Aber das Land verlangt bewusst eine „feierliche Form“ für die Übergabe der vom Innenminister gestifteten Ehrenzeichen.

Bis an die Grenzen

Schließlich handelt es sich auch um einen „extrem wertvollen Dienst“, wie Specht unterstrich. Die Jubilare, über Jahrzehnte bei Berufsfeuerwehr oder im Ehrenamt aktiv, seien „Vorbild für alle jungen Kameraden“. Feuerwehrleute seien „Menschen, die sich seit vielen Jahren allen Gefahren stellen“. Welche Wertschätzung die Feuerwehr und die Rettungsorganisationen bei der Bevölkerung genießen, habe die große Resonanz auf den „Blaulichtumzug“ im vergangenen Jahr gezeigt. Viele Investitionen („Wir haben erheblich aufgeholt und nachgeholt“) zeigten ferner die große Rückendeckung des Gemeinderates.

Allerdings sei die Mannheimer Feuerwehr gerade „bis an die Grenzen gefordert“ gewesen, wies Kommandant Karl-Heinz Gremm auf die Folgen der Gewitter hin. 450 Unwettereinsätze gab es in den vergangenen zehn Tagen – bei einem Jahresschnitt von 4000 Einsätzen. „Wir haben es gemeistert, aber das ist alles andere als selbstverständlich“, so Gremm. Möglich sei das auch nur dank der Freiwilligen Feuerwehr.

Sie werde fälschlicherweise oft nur als Verein wahrgenommen, „aber sie ist eine gesetzlich geforderte Institution, auch wenn sie sich zudem bürgerschaftlich in den Vororten engagiert“. Ehrenamtliche wie Berufsfeuerwehrleute leisteten „einen außergewöhnlichen Einsatz, 365 Tage sind sie 24 Stunden zur Stelle, wenn man sie braucht“, betonte er. „Ich bin stolz auf Euch und Euer Engagement!“ wandte er sich an die Jubilare, ehe er mit Christian Specht und Karl F. Mayer, dem Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes, die Auszeichnungen übergab und jeden persönlich würdigte.