Mannheim

Schloss LED-Lampen strahlen große Tapisserien an

Alte Schätze neu ausgeleuchtet

Archivartikel

Mannheim.Sie sollen ein erster Schritt sein auf dem Weg, nach und nach die ganze Sammlungspräsentation zu überarbeiten: Im Schlossmuseum, 2007 eingerichtet und seither weitgehend unverändert geblieben, leuchtet nun helleres, moderneres Licht: Das Land hat begonnen, vor besonderen Objekten LED-Lampen zu montieren.

„Die innovative Lichttechnik bringt eine bessere Beleuchtung und sie schont das Objekt und die Umwelt“, erklärt Uta Coburger, für Mannheim zuständige Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten. Die LED-Lampen sind frei von UV-Strahlung und obendrein energiesparend.

Exotische Szenen für die Wand

Angesteuert werden sie über Bewegungsmelder, so dass die empfindlichen Kunstobjekte nur dann ins volle Licht gerückt werden, wenn Besucher in die Nähe kommen. „Damit hat das Bauamt uns ein schönes Geschenk gemacht“, dankt Coburger Bernd Müller, dem Leiter des Amtes Mannheim und Heidelberg von Vermögen und Bau, für die Installation der Lampen. Durch sie strahlen die großen Tapisserien der „Neuindien-Serie“ jetzt wieder wie neu: Die Wirkteppiche, jeweils mehrere Quadratmeter groß, zeigen exotische Szenen aus den Tropen, die im 18. Jahrhundert durch Forschungsreisen und Handel ins Bewusstsein der Menschen gerückt waren. Sie gehören zu den kostbarsten Stücken in den Sammlungen des Schlosses.

Das gilt ebenso für das Kupferstichkabinett und Werke der kurpfälzischen Gemäldegalerie. Zwar nahm Kurfürst Carl Theodor sie 1778 bei seinem Umzug mit nach Bayern; sie bildet den Grundstock der Alten Pinakothek. Ausgewählte Stücke der Hofmaler des 18. Jahrhunderts sind, als Leihgaben, aber im Schloss zu sehen. Nacheinander soll nun die gesamte Lichtanlage des Objektmuseums ausgetauscht werden. pwr