Mannheim

Kirche Neujahrsempfang des katholischen Stadtdekanats

Am Ende nur noch eine Pfarrei

Archivartikel

Die katholische Kirche steht vor großen Veränderungen. Das machte Dekan Karl Jung am Freitag beim Neujahrsempfang des Stadtdekanats deutlich. Mittelfristig solle es in der Erzdiözese Freiburg statt derzeit 1057 Pfarreien nur noch „etwa 40 Pfarreien Neu“ geben. Für Mannheim habe man Erzbischof Stephan Burger vorgeschlagen, „die Pfarrei Neu in der räumlichen Umschreibung des jetzigen Dekanates zu belassen, also das Gebiet der Stadt Mannheim mit Ilvesheim, Edingen und Neckarhausen“, so Jung. Mit der Neuorganisation verbunden sei die Frage: „Welche pastoralen Zentren brauchen wir, damit wir auch in den Stadtteilen präsent sein werden?“

Das treibt auch den Dekanatsratsvorsitzenden Hansheinrich Beha um. Der Kirchenentwicklungsprozess sei zwar auf einem guten Weg, aber es gebe große Sorgen um den „Verlust der Beheimatung“ durch einen möglichen Rückzug aus den Vororten.

Ökumene mit hohem Stellenwert

Karl Jung machte deutlich, dass die anstehenden großen Veränderungen „nur noch ökumenisch denkbar“ seien. Etablieren wolle man einen „ökumenischen Marktplatzgottesdienst“, in diesem Jahr sei er für den 19. Juli, 10 Uhr, geplant. Außerdem gibt es einen Gedenkgottesdienst zum 75. Jahrestag der Hinrichtung von Alfred Delp durch die Nazis am 2. Februar in der Jesuitenkirche – mit dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann.

Musikalisch umrahmten Falk Zimmermann und Tobias Breitner den Empfang, außerdem stellten die Sternsinger von Maria Magdalena die diesjährige Aktion vor. Bürgermeister Michael Grötsch lobte den Beitrag der Kirche für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. bhr

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