Mannheim

Warnstreik RNV, Kitas und Müllabfuhr betroffen

Am Mittwoch macht ver.di ernst

Archivartikel

Bislang hatte die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst noch eher wenige Auswirkungen auf die Mannheimer, das wird sich kommende Woche sehr deutlich ändern: Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, 11. April, einen ganztägigen Warnstreik angekündigt. Und erstmals ist auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) davon betroffen. Am kommenden Mittwoch werden also laut ver.di zahlreiche Busse und Bahnen in ihren Depots bleiben.

Weil bei der RNV ein Haustarif gilt, war das Unternehmen bislang von den Auseinandersetzungen im öffentlichen Dienst nicht betroffen. Allerdings, erklärte Jürgen Lippl, stellvertretender Vorsitzender von ver.di-Rhein-Neckar, seien die Gehaltstarife an die Bezahlung im öffentlichen Dienst gekoppelt. „Darum ist die RNV jetzt in diese Tarifrunde miteinbezogen.“

Doch nicht nur Pendler müssen mit Einschränkungen rechnen. Bestreikt werden auch alle städtischen Kindergärten, der Fachbereich Bildung und damit zahlreiche Betreuungseinrichtungen an den Grundschulen, außerdem die Müllabfuhr und Straßenreinigung, das Universitätsklinikum und weitere kommunale Einrichtungen.

„Uns ist klar, dass das für alle Betroffenen eine angespannte Lage ist“, sagte Lippl dieser Zeitung. Dennoch könne die Gewerkschaft über geplante Streiks auch „nicht zu früh informieren“.

Am Mittwochmorgen soll es mehrere Demonstrationszüge geben. Um 8.30 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Paradeplatz mit dem ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske geplant. Ver.di fordert eine Tariferhöhung um sechs Prozent, mindestens um 200 Euro. 

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