Mannheim

Serie Landtagswahl Andreas Baum kandidiert im Mannheimer Norden für dieBasis

Andreas Baum, dieBasis, Mannheim-Nord: "Gute Bildung braucht gute Lehrer und die beste Ausstattung"

Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

Im nördlichen Wahlkreis tritt für dieBasis Andreas Baum an. Der Ingenieur ist 57 Jahre alt und wohnt in Wutöschingen.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Ich vertrete die Interessen der Mannheimer und sorge dafür, dass sich die Stadt endlich positiv entwickelt. Ich werde das Wissen und die Wünsche der Bürger in die parlamentarische Arbeit einfließen lassen. Gesetze müssen sich am Wohl der Menschen orientieren und in deren Sinn erlassen werden. Das Parlament und die Parlamentarier sollen für die Bürger da sein – und nicht umgekehrt.

Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit ist Mannheim das Schlusslicht in Baden-Württemberg. Ohne Arbeit können Menschen nicht zufrieden leben und werden sogar krank. Ohne Arbeitgeber und Steuereinnahmen kann eine Stadt die notwendigen Ausgaben nicht tätigen. Daher ist mein Hauptanliegen, das Schaffen von Arbeitsplätzen.

In Mannheim herrscht Bildungsnot. In den wenigsten Schulen und Haushalten gibt es Breitbandverbindung. An Grundschulen müssen die Lehrer mit privaten E-Mail-Adressen und Endgeräten arbeiten. Gute Bildung braucht gute Lehrer und die beste Ausstattung. Und ein Lernumfeld, das heutigen Ansprüchen und Notwendigkeiten genügt. Es muss dringend in die Gebäude investiert werden, damit dort auch unter Pandemiebedingungen unterrichtet werden kann. Geld für Bildung auszugeben, ist das beste Investment für die Zukunft.

Ein weiterer Punkt ist der Schutz der Risikogruppen. Es kann nicht sein, dass Impfwillige wochenlang auf einen Termin warten müssen. Je besser wir Menschen gegen Risiken schützen und je mehr wir alle etwas für unsere Gesundheit tun, umso schneller überwinden wir die Krise.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Meine Ausbildung als Ingenieur und Betriebswirt sowie Hobby-Naturheilkundler sind ein gutes Fundament, um die unterschiedlichsten Themen verstehen und beurteilen zu können. Noch wichtiger ist, dass ich in den letzten Monaten beim Aufbau der Partei dieBasis die Erfahrung gemacht habe, dass ich sehr gut auf unterschiedlichste Menschen zugehen kann. Als hemdsärmelige Führungskraft habe ich gelernt, Problemen auf den Grund zu gehen und Lösungen umzusetzen.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Anfang letzten Jahres habe ich mein Vertrauen in die Politik verloren. Mir ist klar geworden, dass unsere Demokratie in der Krise steckt. Corona ist das Brennglas, das die Probleme überdeutlich macht. Laut Grundgesetz ist die Regierung nur Spitzenbehörde unserer Verwaltungen. Die Gesetze sollen im Parlament von unabhängigen, nur ihrem Gewissen verpflichteten Abgeordneten nach ausführlicher Debatte gemacht werden. Davon sind wir weit entfernt. Ich werde mich gegen Lobbyismus und für die Beteiligung der Bürger bei Entscheidungen einsetzen.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Ehrlich gesagt bin ich kein Demogänger. Letztes Jahr war ich einmal auf einer Demo für Frieden und Freiheit. In der Presse wurde ja sehr Unterschiedliches berichtet und da ich mich immer selber vor Ort davon überzeuge, was wirklich Tatsache ist, habe ich eine Demo besucht. Diese verlief sehr friedlich und die Teilnehmer waren ausnahmslos besorgte Bürger. Wirklich erschreckend war nur die Berichterstattung.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Mahatma Gandhi ist mein Vorbild. Er hat sich gewaltfrei für Freiheit und bessere Lebensumstände eingesetzt und eine kräftige Bewegung geschaffen. Gandhi hat sich völlig selbstlos für die Menschen eingesetzt, ist hohe persönliche Risiken eingegangen und hat das Land positiv verändert.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Der Schaden, der anlässlich Corona in der Wirtschaft, im persönlichen Bereich und im zwischenmenschlichen Bereich verursacht worden ist, ist gewaltig. Ich hoffe natürlich, in den Landtag einziehen zu können. Dann würde ich mich dafür stark machen, die Auswirkungen der Krise schnellstens zu beheben und Mannheim zu einer lebens- und liebenswerten Stadt zu entwickeln.

Überblick zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Nord