Mannheim

Sommerrätsel Das Lösungswort der vergangenen Woche lautet: „Polizeipraesident“ / Erster Gewinner des Jahres wird am Montag gezogen

Anekdote vom Café Landes: „Unvergesslicher Blick“

Archivartikel

Was in diesem Jahr bereits alles passiert ist, soll im „MM“-Sommerrätsel natürlich eine Rolle spielen. Und das tut es: Polizeipraesident war das Lösungswort von Woche eins. Denn seit Mai hat Mannheim seinen neuen Präsidenten, Andreas Stenger. Passend also, dass die erste Rätselfolge von Mannheimer Gefängnisgeschichten handelte.

Café Landes – so wird die Justizvollzugsanstalt im Monnemer Volksmund fast liebevoll genannt. Diese Antwort auf die Frage 12 senkrecht im ersten Teil des „MM“-Sommerrätsels weckte eine Erinnerung eines Lesers – die er mit der Redaktion teilte: „Vor Jahren sah ich auf dem Notebook eines IT-Mitarbeiters einer Firma aus der Region ein Hintergrundbild mit drei fünfarmigen Gebäuden“, schrieb der Leser Heribert Stefanski. Er habe den Mitarbeiter gefragt, was das für ein Gebäude sei. „Das sind unsere neuen Verwaltungsgebäude – das Neueste vom Neuesten.“, habe der Mann gesagt. Dass es so ein Gebäude schon seit fast 100 Jahren gibt, habe ihn staunen lassen. Er ließ sich ein Luftbild zeigen und fragte, was das sei. „Meine lapidare Antwort ,Der Knast’ verursachte einen unvergesslichen Blick – den hätte ich fotografieren müssen“, sagte Stefanski im Telefonat mit dem „MM“.

Folge Zwei: Paul Eppstein

Doch nicht nur das sternförmige, Gebäude brachte die Mannheimer Denksportler ins Grübeln. Auch der Nachname des Haftflüchtlings Gheorghe – der übrigens Axane lautet – war nicht so ganz einfach herauszufinden. Dass auch Pfarrer und Imame im Gefängnis Seelsorge bieten, oder dort Drogen per Flugpost – also Mauerwuerfe – eingeschmuggelt werden, ließ Mannheims Köpfe rauchen. Auch das Lösungswort Knackpunkt, der Kiosk in der Justizvollzugsanstalt, konnten nur echte Experten herausfinden.

In der zweiten Folge ging es um den deutschen Soziologen und ehemaligen Leiter der Abendakademie, Paul Eppstein. Sicherlich nicht einfach zu erraten war der Nachname der Historikerin, die sich als Eppstein-Kennerin entpuppte. Beate Meyer schrieb das Buch „Tödliche Gratwanderung – Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung“. Der Mädchen- und Familienname der Frau an Eppsteins Seite – Hedwig – lautete natürlich Strauss.

Heute heißt sie Abendakademie, zur Zeit, in der die Nazis Eppstein ermordeten, hieß die Mannheimer Bildungseinrichtung noch Volkshochschule. In der Quadratestadt hat Paul Eppstein Abitur gemacht. Doch später machte er auch seinen Doktor. Diesen Abschluss nennt man Promotion. Geboren ist Eppstein übrigens in Ludwigshafen. Der Gewinner der John-Cleese-Karten wird am Montag gezogen und benachrichtigt. jor

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