Mannheim

Mobilität Werbegemeinschaft Mannheim City bietet Job-Ticket

Angebot für Angestellte im Handel

Archivartikel

Angestellte eines Mitglieds oder Kooperationspartners der Werbegemeinschaft Mannheim City können seit Jahresbeginn das Job-Ticket für den Weg zur Arbeit nutzen. Der Verein – ein Zusammenschluss der Gewerbetreibenden der Mannheimer Innenstadt – hat dazu mit der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (RNV) einen Rahmenvertrag abgeschlossen. „Wir wollen damit einen Beitrag leisten, den Innenstadt-Verkehr zu reduzieren“, sagt Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Möglich wird das neue Angebot durch eine Finanzhilfe des Bundes. Dieser übernimmt zwei Jahre lang den Grundbeitrag, den Unternehmen eigentlich für die Mitarbeiter zahlen müssen, die ein Job-Ticket nutzen. Mannheim ist eine von fünf Modellstädten, in denen durch verschiedene Maßnahmen die Luft sauberer und die Stickoxidbelastung in der Innenstadt verringert werden soll. Wie RNV-Sprecherin Susann Becker erläutert, müssen interessierte Arbeitgeber einen Vertrag über drei Jahre abschließen. Davon sind zwei grundbetragsfrei, im dritten Jahr muss der Arbeitgeber diesen wieder übernehmen. Die Arbeitnehmer zahlen monatlich 43,90 Euro für das Job-Ticket.

Mindestanzahl fällt weg

„Wir sind die erste deutsche Stadt, die einen solchen Rahmenvertrag abgeschlossen hat“, erklärt Pauels. Bislang war eine Mindestgrenze von zehn Mitarbeitern pro Unternehmen nötig, um das Job-Ticket anbieten zu können – viele Betriebe waren dafür zu klein. Diese Hürde gibt es nun nicht mehr. „Wir haben etwa 400 Betriebe, die in Frage kommen“, sagt Pauels. Becker sieht in der Vereinbarung ein großes Potenzial, um Kunden zu gewinnen, „die wir ansonsten nicht erreicht hätten“. Für die Nutzer ergebe sich außerdem ein privater Vorteil, da abends und am Wochenende vier Mitfahrer auf dem Job-Ticket fahren könnten. Für einen dauerhaften Erfolg sei es wichtig, dass viele Betriebe der Werbegemeinschaft mitmachten. Ob und wie das Angebot weitergeht, wenn das Projekt Modellstadt und die Finanzierung des Bundes auslaufen, wissen weder RNV noch Werbegemeinschaft. „Wir hoffen alle, dass es danach weitergeht“, sagt Pauels.