Mannheim

Feudenheim Alt-Beton an Schleuse muss saniert werden

Arbeiten dauern zwei Jahre länger

Wegen des schlechten Zustands des Alt-Betons an den Fundamenten der Schleuse-Türme verzögert sich die Fertigstellung der Feudenheimer Schleuse voraussichtlich um zwei Jahre bis 2022. Das erklärte Matthias Keim, der zuständige Bauingenieur bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Durch die zusätzlich anfallenden Arbeiten an der Beton-Sanierung steigen auch die Kosten des Gesamt-Projekts von ursprünglich 32 auf (Stand September 2019) auf rund 42 Millionen Euro.

Zement-Emulsion eingespritzt

Die WSV ertüchtigt das rund 100 Jahre alte Schleusenbauwerk seit 2016. Dabei soll die linke Kammer auf 135 Meter verlängert werden, damit auch größere Frachtschiffe, wie sie bereits auf vielen Wasserstraßen (etwa dem Rhein) verkehren, auf dem Neckar unterwegs sein können. Im Zuge dieses Projekts werden sämtliche 27 Schleusen am Fluss verlängert. Die rechte Kammer ist bereits ausgebaut und bleibt im Betrieb. Die mittlere Kammer und die beiden Türme für die historischen Hub-Tore blieben erhalten, sie stehen unter Denkmalschutz.

Der Beton an den Türmen erwies sich im Zuge der Arbeiten als weit weniger fest, als es die Fachleute zunächst erwartet hatten. Jetzt wird das Material durch Bohrungen und Einspritzungen von speziellen Zementemulsionen gefestigt. Durch entsprechende Veränderungen des Bauablaufs werden nun andere Arbeiten zunächst vorgezogen, parallel dazu erfolgen die Injektionen. scho

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