Mannheim

Landgericht 44-Jähriger wegen Missbrauchs angeklagt

Asiatische Kinder für Sex gekauft?

Archivartikel

Er soll sich asiatische Mädchen für „sexuelle Handlungen“ bestellt sowie Videos mit kinderpornografischem Inhalt mitfinaziert haben. Das wirft die Staatsanwaltschaft einem 44-Jährigen vor, der sich ab Mittwoch, 6. November, wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor dem Landgericht verantworten muss. Bereits im Jahr 2012 habe der Mann zu zwei gesondert verfolgten Personen in Südostasien Kontakt aufgenommen, damit sie ihm Mädchen im Alter zwischen elf bis13 Jahren vermitteln. Um die Ernsthaftigkeit seines Vorhabens zu untermauern, soll er 1000 Dollar überwiesen haben. Die gesondert Verfolgten hätten dann, so heißt es vom Gericht, unter anderem durch diese finanzielle Unterstützung ein Video mit kinderpornografischem Inhalt hergestellt und es zum Kauf angeboten. Der Angeklagte habe von diesem Vorhaben gewusst.

Ende 2012/Anfang 2013 und ein weiteres Mal im April und Mai 2013 reiste der Angeklagte für mehrere Wochen nach Südostasien. Während dieser Aufenthalte sollen die gesondert verfolgten Personen dem 44-Jährigen jeweils ein Mädchen unter 14 Jahren für sexuelle Handlungen vermittelt haben. Dabei seien ebenfalls Fotos und Videos gemacht worden. Vier Fälle schweren sexuellem Missbrauchs sind in der Anklage aufgeführt. In zwei weiteren Fällen soll der Angeklagte von sexuellen Handlungen Abstand genommen haben, weil die Mädchen vom verabreichten Valium bewusstlos gewesen seien. Der 44-jährige Deutsche befindet sich auf freiem Fuß. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr. 

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